Die Bank J. Safra Sarasin übt Stimmrechte für ihre Kunden aus. Ihr zufolge mischen sich Anleger deutlich mehr ein - auch, was die Nachhaltigkeit ihrer Investments betrifft. / Foto: Unternehmen

18.10.17 Finanzdienstleister

Sarasin-Analyse: Anleger wollen stärker mitbestimmen

Active Ownership oder aktive Eigentümerschaft gewinnt auch in der Schweiz immer mehr an Bedeutung. Sowohl auf der Seite von Investoren, vor allem bei Fonds - aber auch in den Medien. Wie die Schweizer Bank J. Safra Sarasin berichtet, rückten auf Hauptversammlungen der Saison 2017 wichtige Themen aus dem Spektrum der Nachhaltigkeit in den Vordergrund. Ihre Analyse zeige, dass in 2017 insgesamt 56 Anträge zu ökologischen und 13 zu gesellschaftlichen Themen zur Abstimmung gebracht wurden. "Dies bestätigt, dass sowohl die Zahl ökologischer Belange als auch deren Unterstützung zugenommen haben", teilte J. Safra Sarasin mit.

In der Schweiz habe sich das durch Engagement-Aktivitäten beeinflusste verwaltete Vermögen zwischen 2015 und 2016 verdoppelt. Unter Engagement wird der aktive Dialog mit Unternehmen oder der Politik verstanden – sei es in Kollaboration mit anderen Investoren oder alleine. Laut Daten von Swiss Sustainable Finance beträgt der Zuwachs beim sogenannten Proxy Voting 11 Prozent im vergangenen Jahr. Proxy Voting ist die Ausübung der Stimmrechte auf Generalversammlungen.

Aktionäre wollten J. Safra Sarasin zufolge über Klimarisiken genauso informiert werden wie über Vergütungspraktiken der Unternehmen. Künftig würden neue Formen des Engagements im Mittelpunkt der Diskussionen der aktiven Aktionäre stehen, hieß es. Diskussionsgrundlage dürften aus den Reihen von Think-Tanks und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) kommen, schreibt die Bank in ihrem Sustainable Investment Spotlight von Oktober 2017. 

Mehr über das aktive Engagement der Schweizer Bank erfahren Sie hier.
 
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