15.07.08

Schmack Biogas: Größte Biogerdgas-Anlage Europas eingeweiht

Im oberpfälzischen Schwandorf weihte  Ministerpräsident Günther Beckstein gestern die größte und modernste Bioerdgasanlage Europas ein. Die Produktionsleistung beträgt ca. 10 Megawatt (Gaserzeugung). Das produzierte Biogas wird nach der Aufbereitung in das bestehende Erdgasnetz eingespeist.
„Wir müssen auf heimische Energieversorgung setzen, um uns von Energieimporten unabhängiger zu machen. Wir müssen auf effiziente Energieversorgung setzen, um Energie zu sparen. Und wir müssen auf nachhaltige Energieversorgung setzen, um das Klima zu schonen. Genau das passiert hier in Schwandorf“, so der bayerische Ministerpräsidenten Günther Beckstein bei der Einweihung der Biogasanlage in Schwandorf.

Leistungssteigerung im Bereich Biogas
Für den Ministerpräsidenten beweist Europas größte Bioerdgasanlage auf der Basis nachwachsender Rohstoffe eindrucksvoll, welche Leistungssteigerungen im Bereich Biogas möglich sind. Gemeinsam mit E.ON Ruhrgas und E.ON Bayern errichtete Schmack Biogas eine technisch hochmoderne Anlage. Diese reinigt das Rohbiogas so auf, dass es die gleiche Qualität wie Erdgas hat und somit in das Erdgasnetz eingespeist werden kann.

Jährlich verarbeitet die Anlage ca. 80.000 Tonnen Mais, Gras und sonstige Zwischenfrüchte. Daraus lassen sich nach aktuellem Stand der Technik rund 16 Mio. Kubikmeter Biogas gewinnen, was ausreicht etwa 5.000 Haushalte mit Energie zu versorgen. Die liefern über 100 Landwirte aus der Umgebung von Schwandorf. Im Vergleich zu Biogasanlagen ähnlicher Größenordnung reduziert sich die Anbaufläche dank neuartiger Fruchtfolgen um ein Drittel und entspannt damit die Flächenkonkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion.

Bioerdgas ist vielseitig und kann sowohl zur Erzeugung von Wärme als auch zur Erzeugung von Elektrizität genutzt werden. Mehr noch, es kann leicht transportiert und gelagert werden. Bioerdgas nutzt die Einsatzstoffe bei weitem am effizientesten. Die Energie-Erträge pro Hektar sind dreimal höher als bei anderen Bioenergien. Dr. Frank Mastiaux, Geschäftsführer der E.ON Climate & Renewables erläuterte bei seiner Ansprache: „Würde das Bioerdgas aus dieser Anlage beispielsweise in einem Blockheizkraftwerk mit echter Wärmenutzung genutzt, könnte es die Treibhausgase um 65% reduzieren.“

Für Ulrich Schmack, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes, fängt mit dieser Anlage ein neues Zeitalter der Biogastechnologie an. „Die unterschiedlichsten Stoffe der landwirtschaftlichen Produktion können hier enorm energieeffizient in Bioerdgas verwandelt werden“, so Schmack.

Erneuerbare Energien neues Geschäftsfeld von E.ON
Mit einem Investitionsvolumen von sechs Milliarden Euro alleine bis 2010 im Bereich Erneuerbare Energien möchte die Gesellschaft E.ON Climate & Renewables, dieses Geschäft zu einer tragenden strategischen Säule von E.ON auszubauen. Als Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Energiewirtschaft verfügt E.ON über die richtige Strategie, um Klimawandel, Versorgungssicherheit und Erschwinglichkeit unter einen Hut zu bringen.

Bayern übertrifft EU-Vorgabe
Biomasse ist in Bayern mit weitem Abstand noch vor der Wasserkraft der wichtigste erneuerbare Energieträger. Bis zum Jahr 2020 möchte Beckstein den Versorgungsbeitrag der „Erneuerbaren“ verdoppeln und ihren Anteil am Endenergieverbrauch auf 20 % erhöhen. Damit übertrifft Bayern die ohnehin schon ehrgeizigen Zielvorgaben der EU für Deutschland von 18 % noch einmal. Biogas spielt dabei eine wichtige Rolle beim Übergang auf eine CO2-ärmere Energieversorgung bzw. in einem nachhaltigen Energiemix.

Schmack Biogas AG:
Die Schmack Biogas AG ist einer der führenden deutschen Anbieter für Biogas-Anlagen. Das Unternehmen wurde 1995 gegründet, bietet heute seine Leistungen in den Geschäftsbereichen Projektierung und Errichtung sowie Service und Betriebsführung an und zählt damit zu den wenigen Komplettanbietern der Branche. Schwerpunkt ist neben der technischen Unterstützung ein umfassender mikrobiologischer Service.
Mit der neu gegründeten Tochtergesellschaft Schmack Energie Holding investiert das Unternehmen nun auch in den Betrieb von eigenen Anlagen.
Bis heute hat Schmack Biogas 221 Anlagen mit einer Nominalleistung von rund 75 MW errichtet.

Kontakt:
Petra Krayl                     
Schmack Biogas AG                
Bayernwerk 8                    
D-92421 Schwandorf            
Tel.: +49 9431 / 751-285
Fax: +49 9431 / 751-0
petra.krayl@schmack-biogas.com
www.schmack-biogas.com
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