02.05.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Schwache vorläufige Jahresbilanz von Suntech

Der kriselnde Solarkonzern Suntech Power Holdings hat vorläufige Zahlen für das 4. Quartal und das Geschäftsjahr 2012 veröffentlicht. Demnach hat das Unternehmen mit Hauptsitz im chinesischen Wuxi zwar wie angestrebt im vergangenen Jahr Solarprodukte im Umfang von 1,8 Gigawatt (GW) ausgeliefert. Aufgrund des Preisverfalls bei Solarkomponenten ist es ihm aber erneut nicht gelungen, profitabel zu wirtschaften. Der Jahresumsatz brach von 3,147 Milliarden Dollar in 2011 auf 1,625 Milliarden Dollar ein. 92 Prozent der Erlöse wurden dabei mit dem Verkauf von Solarmodulen erlöst, für die die Preise aufgrund des massiven Überangebots im Weltweit auch 2012 stark gesunken sind. Die Marge im Gesamtjahr beziffert Suntech mit minus 1,4 Prozent, was auf einen abermaligen Verlust schließen lässt. Im Vorjahr hatte der Solarkonzern einen Nettoverlust in Höhe von 633 Millionen Dollar verbucht, obwohl mehr als zwei GW ausgeliefert worden waren.

Im 4. Quartal belief sich der Umsatz von Suntech auf 358 Millionen Dollar bei einer positiven Marge von 0,4 Prozent. Im 4. Quartal hatten sich die Preise für Solarmodule stabilisiert.

Unter anderem aufgrund eines Rechtsstreits mit einem italienischen Solarfonds, der erst vor wenigen Wochen beigelegt wurde, können die Chinesen noch immer keine angepasst Bilanz für die Jahre 2010 und 2011 vorlegen. Die Investition in den GSF-Fonds war auf Basis von Sicherheiten erfolgt, die sich in 2012 als nichtig erwiesen hatten, was letztlich zum Rücktritt des Firmengründers und langjährigen CEO Zhengrong Shi führte. Nachdem für die chinesische Produktionsgesellschaft von Suntech im März Insolvenz beantragt wurde, darf Shi das Land nicht mehr verlassen.

Wie Suntech mitteilt, ist noch offen, wann der Solarkonzern die offizielle Bilanz für 2012 vorlegen kann. Der Insolvenzverwalter der Produktionsgesellschaft Wuxi Suntech Power Co., Ltd. wolle am 22. Mail mit den Gläubigern des Unternehmens über ein Sanierungskonzept sprechen. Bereits eine Woche läuft die Übergangsfrist aus, die Suntech im März mit der Mehrheit ihrer Anleihegläubiger ausgehandelt hatte. Damals waren 60 Prozent der Gläubiger der Unternehmensanleihe mit rund 450 Millionen Dollar dazu bereit, auf die Rückzahlung ihres Kapitals bis zum 15. Mai zu warten anstatt sie wie einst zugesagt am 15. März zu erhalten. Wenige Tage nach der chinesischen Produktionsgesellschaft von Suntech hatte sich auch deren europäische Tochter unter Gläubigerschutz begeben müssen.

Suntech Power Holdings: US86800C1045
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