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Schwache Zahlen - Windradhersteller Suzlon schlägt Sparkurs ein

Trotz eines deutlichen Umsatzsprungs hat der indische Windradhersteller Suzlon Energy Ltd. im ersten Halbjahr seines Fiskaljahres 2013 (Bilanzstichtag 30. September 2012) rote Zahlen geschrieben. Der vorläufigen Bilanz des Konzerns aus Pune zufolge gelang es ihm zwar, den Umsatz des ersten Halbjahres um 11,2 Prozent auf umgerechnet 1,92 Milliarden US-Dollar zu steigern (10,4 Milliarden indische Rupien). Doch nach 13,2 Millionen US-Dollar Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) in der Vorjahreshälfte verbuchte der nach eigenen Angaben fünftgrößte Windradhersteller der Welt in Vergleichszeitraum des laufenden Jahres 13,4 Millionen US-Dollar EBIT-Verlust. Und nach knapp zwei Millionen Dollar Nettogewinn im Vorjahreszeitraum entstand diesmal 30,2 Millionen Dollar Nettoverlust.

Tulsi Tanti, Chairman von Suzlon, nannte die Bilanz eine Enttäuschung. Sie sei von der schwachen makroökonomischen Entwicklung und einigen energiepolitischen Unsicherheiten in Schlüsselmärkten von Suzlon geprägt gewesen, so Tanti weiter. Finanzvorstand Kirti Vagadia kündigte an, Maßnahmen zur internen Kostensenkung voranzubringen und mittel- wie langfristige Schulden abzubauen. Erste Schritte in diese Richtung seien bereits unternommen, so Vagadia.

Die Mitarbeiter der deutschen Suzlon-Tochter REpower Systems mit Sitz in Hamburg befinden sich derzeit im Arbeitskampf. Vor gut zwei Wochen begannen 500 der insgesamt 1.800 REpower-Angestellten mit Protesten. Zentrale Forderung der Arbeitskämpfer ist ein Tarifvertrag, der für die Metall- und Elektro-Industrie gilt. Außerdem wollen sie die REpower-Geschäftsführung dazu bewegen, weniger stark auf Leiharbeit zu setzen.

Suzlon Energy Ltd: ISIN INE040H01013 / WKN A0NJ7L

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