Offshore-Windturbinen von Siemens vor der Auslieferung für Projekte in britischen Gewässern. / Quelle: Unternehmen

  Erneuerbare Energie

Siemens erweitert Kapazitäten im Bereich Offshore-Windkraft

In Europa und weltweit drehen sich die meisten Offshore-Windräder über britischen Gewässern. Und die Windsparte der deutschen Siemens AG ist der mit Abstand größte Produzent von Offshore-Windrädern. So überrascht es nicht, dass Siemens jetzt weitere Investitionen in die britische Produktion von Offshore-Windkraftanlagen angekündigt hat. Der Technologiekonzern will nach eigenen Angaben 190 Millionen Euro in eine Fertigung von Rotorblättern für Offshore-Windturbinen der Sechs-Megawatt-Klasse sowie ein neues Logistik- und Service-Zentrum in Hull stecken.

Bis 2020 sollen vor der britischen Küste Offshore-Windräder mit 14 Gigawatt (GW) Leistung installiert werden. Längerfristig sind sogar Projekte über knapp 40 GW geplant. Allerdings sind derartige Zielmarken in der Vergangenheit nie erreicht worden. Bislang sind in der EU, dem weltweit mit Abstand größten Markt für die Windkraft auf See, erst Offshore-Windräder mit einer Gesamtkapazität von weniger als sechs GW am Netz. Davon entfällt etwas mehr als die Hälfte auf Großbritannien. Siemens hat nach Recherchen des europäischen Windkraftverbandes European Wind Energy Association (EWEA) die Anlagen für 60 Prozent der insgesamt in EU-Gewässern aufgestellten Windkraftleistung geliefert.
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