17.05.10 Erneuerbare Energie

Siemens kauft weitere Anteile an Solarreceiver-Fabrik in Italien

Seinen Anteil am italienischen Solarunternehmen Archimede Solar Energy Srl hat der Münchner Technologiekonzern Siemens auf 45 Prozent erhöht. Wie die Münchner nun mitteilten, ist der Anteilskauf zu Monatsbeginn wirksam geworden. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Archimede ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Angelantoni Industries Spa und von Siemens.


Mit dem Kapital aus dem Kaufpreis für die höhere Beteiligung soll der Ausbau der Solarreceiverfertigung in Massa Martana in Umbrien weiter vorangetrieben werden. Ab Frühjahr 2011 sollen an diesem Standort jährlich bis zu 75.000 Solarreceiver hergestellt werden, hieß es in einer Mitteilung der Siemens AG.  Die Receiver, zu Deutsch auch Absorber genannt, sind jene Komponenten, die das von Spiegeln reflektierte Sonnenlicht eines solarthermischen Kraftwerks sammeln und umwandeln. In einem zweiten Schritt werde die Produktionskapazität der Receiver-Fabrik auf rund 140.000 Stück pro Jahr erhöht.

 
Auf Sizilien werde derzeit in Priolo Gargallo ein erstes kommerzielles Kraftwerk gebaut, das erstmals 1500 dieser Receiver von Archimede einsetzt würden. Die Anlage solle noch im Sommer in Betrieb gehen. Mit Receivern, die geschmolzenes Salz anstelle des sonst üblichen Thermoöls nutzen, könne die Effizienz von solarthermischen Kraftwerken deutlich erhöht werden.
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