Mit einem Auftrag aus Finnland erschließt sich der Technologieriese Siemens einen neuen Offshore-Windkraftmarkt. Im Bild: Die Verladung von Siemens Offshore-Windrädern. / Foto: Unternehmen

27.01.16 Erneuerbare Energie

Siemens soll ersten Offshore-Windpark Finnlands errichten

Beim Bau des ersten Offshore-Windparks vor der Küste Finnlands soll Technik von Siemens zum Einsatz kommen. Der Münchner Technologiekonzern kündigte an, die bestellten Windräder voraussichtlich bis Herbst 2017 auch selbst aufzustellen und in Betrieb zu nehmen.

Es geht um das Ostsee-Windparkbauvorhaben Tahkoluoto. Im Sommer 2017 sollen Siemens zufolge die Bauarbeiten in drei Kilometern Entfernung der finnischen Ostseeküste beginnen. Auftraggeber sei der einheimische Windstromspezialist Suomen Hyötytuuli Oy mit Sitz in Pori. Das ist ein Gemeinschaftsunternehmen von acht finnischen Energieversorgern. Suomen Hyötytuuli hat laut Siemens zehn Offshore-Windräder mit 40 Megawatt (MW) Gesamtkapazität bestellt. Nach der Inbetriebnahme werde der Windpark rechnerisch in der Lage dazu sein, den Bedarf von „8.600 elektrisch beheizte Haushalten“ in Finnland zu decken.

Siemens werde dann auch Service und Wartung des Offshore-Windparks übernehmen, erklärte der Konzern. Details zu der Service-Vereinbarung gab er nicht bekannt. „Das Projekt ist nicht nur das erste Offshore-Windkraftwerk in Finnland, sondern wird von der finnischen Regierung auch genutzt um zu zeigen, dass Offshore-Windenergie in dieser Region möglich ist", sagte Michael Hannibal, CEO Offshore der Siemens Wind Power and Renewables Division. „Es findet große Beachtung im gesamten Baltikum und bedeutet für Siemens den Einstieg in die aufstrebenden Offshore-Märkte dieser Region“, so Hannibal weiter.
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