29.06.11 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Skandal-Unternehmen Envio AG nimmt Stellung zu neuen PCB-Vorwürfen

Das von Dortmund nach Hamburg umgezogene Recycling-Unternehmen Envio AG wehrt sich weiter gegen Vorwürfe, die über Medienberichte zum Envio-Standort in Korea aufgekommen sind (ECOreporter.de Opens external link in new windowberichtete). In Korea sollen ähnlich wie in Dortmund hochgiftige Transformatoren unsachgemäß zerlegt und entsorgt worden sein. Die Envio AG bestätigte nun, dass die koreanischen Behörden „unregelmäßige Kontrollen“ durchführten, um eventuelle Mängel festzustellen.


Derzeit laufe eine solche behördliche Überprüfung. Entgegen der Darstellung einzelner Medien sei das koreanische Werk der Envio AG bislang nicht stillgelegt worden. In dem Werk würden ohnedies nur gering oder überhaupt nicht mit PCB belastete Transformatoren zerlegt und entsorgt.


Der unsachgemäße Umgang mit Transformatoren in Dortmund hatte zahlreiche Mitarbeiter der Envio-AG vergiftet und einen Deutschlandweit beachteten Umweltskandal ausgelöst. Daraufhin war das Envio-Werk am Dortmunder Hafen Ende Mai 2010 stillgelegt worden.


Das sich nun der ehemalige Geschäftsführer der Envio Recycling GmbH & Co. KG, ein ehemaliger Betriebsleiter, ein externer Immissionsschutzbeauftragter und ein ehemaliger Werkstattmeister des Recycling-Unternehmens wegen dem Skandal vor Gericht verantworten sollen (ECOreporter.de Opens external link in new windowberichtete) sei zu begrüßen, hieß es weiter. Die Fertigstellung der Anklageschrift die zwei der Angeklagten Körperverletzung in 51 Fällen zur  Last legt, schaffe die Grundlage für eine neutrale und objektive Beurteilung des Sachverhalts durch das Landgericht Dortmund.
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Envio AG:  ISIN DE000A0N4P19 / WKN A0N4P1
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