Der Durchschnittspreis bei der Solar-Ausschreibung im Oktober für Anlagen ab 750 Kilowatt ist erstmals unter die Marke von 5,0 Cent pro Kilowattstunde gesunken. / Foto: Pixabay

17.10.17 Erneuerbare Energie

Solar-Auktion im Oktober: Einspeisevergütung sinkt weiter

Die Durchschnittspreise für Solarstrom aus neu geplanten Solarparks haben mit 4,91 Cent je Kilowattstunde (ct/kWh) erneut ein Rekordtief erreicht. Dies geht aus den Ergebnissen der Bundesnetzagentur zur jüngsten Solar-Ausschreibung im Oktober hervor. An solchen Auktionen müssen Projektierer großer Photovoltaik-Anlagen teilnehmen, um eine feste Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu erhalten.

Das niedrigste erfolgreiche Gebot lag laut Bundesnetzagentur bei 4,29 ct/kWh, der höchste Zuschlagswert bei 5,06 ct/kWh. Insgesamt waren diesmal 20 Gebote mit einem Umfang von 222 Megawatt (MW) erfolgreich, teilte die Bonner Behörde mit.

Mehrere große Solarkraftwerke erfolgreich

"Der durchschnittliche Zuschlagswert ist in dieser Ausschreibungsrunde erstmalig unter 5 Cent pro Kilowattstunde gesunken", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Gerade große Anlagen können offensichtlich aufgrund von Skaleneffekten relativ kostengünstig errichtet werden", ergänzte er. Bei der letzten Ausschreibungsrunde im Juni lag der Durchschnittspeis noch bei 5,66 ct/kWh.

Drei der nun erfolgreichen Gebote hatten einen Umfang von über 20 MW. Diese Gebote wurden für Solarparks auf sogenannten baulichen Anlagen, zum  Beispiel zur Kies- und Sandgewinnung, abgegeben. Daneben waren vor allem Gebote auf Acker- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten erfolgreich.

Bayern hat Kontingent ausgeschöpft

Von den Geboten, die einen Zuschlag erhalten haben, bezogen sich zwölf auf Acker- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten in Bayern. Damit hat das Bundesland sein Kontingent von 30 Zuschlägen im Jahr für solche Projekte ausgeschöpft. Vier weitere Gebote konnten deshalb keinen Zuschlag erhalten.

Die Solar-Ausschreibung im Oktober war erneut mehrfach überzeichnet. Insgesamt gingen 110 Gebote mit einem Gesamtvolumen von 754 MW bei der Bundesnetzagentur ein. Die durchschnittliche Gebotsgröße habe bei 6,9 Megawatt gelegen, so die Behörde.
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