SunPower ist einer der größten Solarkonzerne der Welt. Was spricht trotz der Kursverluste im Verlauf des Januar für die Solaraktie? - Montage eines Solarmoduls von SunPower. / Foto: Unternehmen

25.01.16 Aktientipps

Solaraktie von SunPower im Aufwind - Trendwende oder Strohfeuer?

Die Solaraktie von SunPower hat jetzt die Talfahrt beendet, die das Wertpapier an der Nasdaq seit Jahresbeginn von von rund 30 Dollar auf unter 20 Dollar geführt hatte. Am Freitagabend drehte sie wieder ins Plus und verteuerte sich um über sieben Prozent auf 24,6 Dollar. ECOreporter.de hatte Anfang Januar darüber in einem  Aktientipp  berichtet, dass ein US-Analyst die weiteren Kursaussichten skeptisch beurteilt. Ein anderer Analyst sieht nun wieder Kurschancen.

Die kalifornische SunPower zählt zu den größten Solarkonzernen der Welt. Sie ist nicht nur in den USA und in Europa, sondern zunehmend auch in Asien als Solarprojektierer aktiv. Zudem produziert das Unternehmen besonders leistungsstarke Solarmodule, die es unter anderem in eigenen Solarparks verbaut. In 2015 waren die Geschäftes sehr erfolgreich verlaufen. Noch liegt die Jahresbilanz für 2015 nicht vor, aber Chief Executive Officer (CEO) Tom Werner hatte im November die Prognose für 2015 angehoben. Der Firmenchef stellte ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 475 bis 500 Millionen Dollar in Aussicht, bei 1,5 bis 1,55 Milliarden Dollar Jahresumsatz. Und für 2016 kündigte er weiteres Wachstum an: In diesem Jahr soll SunPower laut Werner 3,3 bis 3,5 Milliarden Dollar Gesamtumsatz erreichen und ein EBITDA von 515 Millionen bis 565 Millionen Dollar.

Attraktive Rahmenbedingungen für Solarinvestments in den USA spielen SunPower in die Karten

Der Barclays-Analyst Jon Windham teilt den Optimismus von CEO Tom Werner und nennt als Kursziel für die Aktie 32 Dollar. Windham verweist darauf, dass sich das Marktumfeld für SunPower vor allem dadurch stark verbessert habe, dass die Solarförderung in den USA kurz vor Jahresende verlängert wurde. Die staatliche Förderung von Photovoltaikinvestments erfolgt in den Vereinigten Staaten vor allem über die so genannten Investment Tax Credits (ITC). Diese Steuernachlässe für Investitionen in Solaranlagen in Höhe von 30 Prozent sollten ursprünglich ab 2017 auf zehn Prozent abschmelzen. Senat und Repräsentantenhaus beschlossen aber stattdessen, die ITC in unveränderter Höhe um fünf Jahre zu verlängern und danach nur in kleinen Schritten abzusenken. Das schaffe für die kommenden Jahre stabile und attraktive Rahmenbedingungen für Solarinvestments, kommentiert Jon Windham diese Entscheidung des US-Kongresses. Als einer der größten Solarprojektierer in den USA werde SunPower davon profitieren, so der Analyst.

Der Experte von  Barclays unterstreicht, dass SunPower die gesamt solare Wertschöpfungskette abdeckt, leistungsfähige Solarmodule günstig in Schwellenländern produziert und in eigene Projekte vor allem in Märkten wie Japan und den USA verbaut, wo der Konzern attraktive Preise erzielen kann. Dabei sei SunPower nicht nur stark aufgestellt im Geschäft mit großen Freiflächen-Solarparks, sondern auch im vor allem in den USA enorm wachsenden Markt für Solaranlagen auf den Dächern von Privat- und Gewerbeimmobilien.

SunPower: ISIN US8676524064 / WKN A1JNM7
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