Nachhaltige Aktien, Meldungen

Solarausrüster Oerlikon verkauft Produktionslinie nach China – Großaktionäre streiten weiter

Der Ausrüster für die Solarindustrie Oerlikon Solar hat eine schlüsselfertige Produktionslinie für Dünnschicht- Solarmodule nach China verkauft. Wie die Tochter der börsennotierten OC Oerlikon Corporation AG berichtete, wurde mit der Baoding TianWei SolarFilms Co., Ltd. eine Vertrag über eine Anlage mit 46,5 MWp (Megawatt-Peak) Produktionskapazität pro Jahr geschlossen. Der Auftrag umfasse alle wichtigen Komponenten der Produktionsanlage, einschließlich Messtechnik und Testanlagen. Die Maschinen würden in den nächsten Monaten verschifft. Projektstandort sei Bao Ding.

Dr. Uwe Krüger, CEO von Oerlikon, erklärte: „Mit diesem Grossauftrag schaffen wir den Eintritt in einen der attraktivsten Solarmärkte der Welt und stärken zudem unsere Präsenz im asiatischen Raum.“ Zum finanziellen Volumen des Auftrags machte Oerlikon keine Angaben.

Wie es weiter hieß, ist die im Januar 2008 gegründete Baoding Tianwei eine Tochtergesellschaft von Baoding TianWei Baobian Electric Co., Ltd. (Tianwei Baobian). Die Muttergesellschaft sei an der Shanghai Stock Exchange notiert. Als führendes Unternehmen im chinesischen Transformatorenmarkt mit weltweitem Tätigkeitsradius zähle TianWei Baobian neben Siemens und ABB zu den größten Transformatorenherstellern der Welt.

In der Schweiz setzt sich unterdessen der Machtkampf zwischen den Oerlikon-Großaktionären Victory und Renova fort. Laut Pflichtveröffentlichungen von Oerlikon streiten die Parteien nun über Aktienoptionen, die Victory Renova gewährt hat. Die von dem russischen Milliardär Vekselberg kontrollierte Renova meldete demnach am 21. April, dass sie am 15. April eine Call Option auf 1,07 Millionen Oerlikon-Aktien (7,59 Prozent des Gesamtkapitals) ausgeübt habe. Nun erwarte Renova die Übertragung der Anteilscheine und gebe den eigenen Aktienanteil an Oerlikon mit 31,98 Prozent an. Victory erklärte am 21. April seinerseits gegenüber der Schweizer Börse und Oerlikon, dass die Ausübung der Call Option unwirksam sei. Renova habe „wesentliche Vorbedingungen für die Ausübung“ nicht erfüllt.

In einer weiteren Pflichtmitteilung teilte Victory die Zusammensetzung ihrer Beteiligung an Oerlikon mit. Diese setze sich aus 3,71 Millionen Namenaktien (26,23 Prozent) und 481,72 Millionen Call Optionen auf 2,94 Millionen Stimmrechte (20,77 Prozent). Daraus errechne sich ein gesamter Stimmrechtsanteil in Höhe von 47,01 Prozent, so Victory.

OC Oerlikon Management AG: ISIN CH0000816824 / WKN 863037
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