Erst allmählich investieren Solarhersteller wieder in Produktionsanlagen, wie sie etwa Spire anbietet: Einblick in die Fertigung bei der deutschen Schott Solar. / Quelle. Unternehmen

21.11.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Solarausrüster Spire schreibt weiter tiefrote Zahlen

Der US-amerikanische Solarausrüster Spire verharrt weiter in der Verlustzone. Wie das Unternehmen aus Bedford im Bundesstaat Massachusetts mitteilt, fiel im dritten Quartal ein Nettoverlust in Höhe von 2,2 Millionen Dollar oder 22 Dollarcent je Aktie an. Er lag mit nur geringfügig unter dem Fehlbetrag des Vorjahreszeitraums von 2,3 Millionen Dollar oder 27 Dollarcent je Aktie. Dabei hat Spire im letzten Quartal die Unternehmenssparte Biomedizin an N2 Biomedical für 10,5 Millionen Dollar verkauft, um die flüssigen Mittel aufzustocken. Auf Basis der fortgeführten Geschäfte ist der Nettoverlust sogar angestiegen, von minus 2,0 Millionen auf minus 2,2 Milliionen Dollar. Der Quartalsumsatz schrumpfte von 4,228 Millionen auf 4,154 Millionen Dollar.

Wie auch andere Solarausrüster leidet Spire noch immer darunter, dass die Solarhersteller aufgrund massiver Überkapazitäten im Weltmarkt lange Zeit kaum in Produktionsanlagen investiert haben. Erst in diesem Jahr setzte eine Trendwende ein, konnten die Solarhersteller ihre Produktion wieder stark auslasten. Aufgrund der Auftragsflaute hatte Spire für 2012 einen schweren Umsatzeinbruch verzeichnet und war tief in die Verlustzone gerutscht (wir berichteten).

Auch während der ersten neun Monate des laufenden Jahres stand das Unternehmen ganz im Bann der Absatzkrise. Der Umsatz schrumpfte hier von 18,232 Millionen Dollar in den ersten drei Quartalen des Vorjahres auf 10,966 Millionen Dollar. Der Nettoverlust sprang von 0,740 Millionen auf 6,642 Millionen Dollar.    

Roger G. Little, Chairman und CEO von Spire, hofft nun darauf, dass sich die Prognosen vieler Marktbeobachter erfüllen, wonach die weltweite Nachfrage für Soalrtechnik so stark anziehen wird, dass die Solarhersteller in großem Stil in ihre Produktion investieren müssen. Per Mausklick gelangen Sie zu unserem aktuellen Beitrag über Prognosen für den weltweiten Solarmarkt.

Der Aktienkurs von Spire hat sich im bisherigen Jahresverlauf stabilisert. Der Anteilsschein wird außer in den USA auch in München und Stuttgart gehandelt, heute mit einem Kurs von 0,4 Euro. Auf Jahressicht hat er rund sechs Prozent an Wert gewonnen.

Spire Corporation: ISIN US8485651074 / WKN 870534
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