30.03.10 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Solarausrüster troz drastischer Verluste in 2009 optimistisch

Drastische Umsatz- und Gewinneinbußen musste der in Reutlingen ansässige Solarausrüster Manz Automation AG im Geschäftsjahr 2009 hinnehmen. Wie der Konzern mitteilt, brach der Umsatz um 150,6 Millionen Euro auf 85,9 Millionen Euro ein. Gleichzeitig erwirtschafteten die Reutlinger ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von minus 15,9 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Solarausrüster noch 28,6 Millionen Euro erreicht. Unter Strich kam der Konzern damit zu einem negativen Gesamtergebnis von minus 11 Millionen Euro. 2008 hatten die Reutlinger noch einen Überschuss von 21,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Mit dem Defizit fiel das Ergebnis je Aktie ebenfalls deutlich negativ aus: Es lag 2009 bei minus 2,15 Euro. Im Jahr zuvor erzielte Manz noch 5,04 Euro je Aktie.  
 
Umsatz- und Ertragsentwicklung seien Spiegelbild der Rezession und deren Auswirkungen auf die Solarindustrie, begründete die Konzernspitze die Verluste. Das positive Ergebnis im vierten Quartal 2009 sei allerdings ein Indiz für den Beginn einer erfolgreichen Trendwende. Darin habe der Konzern aufgrund von Kostensenkungsmaßnahmen wieder einen operativen Gewinn von 200.000 Euro erwirtschaftet. Mit 38,2 Millionen Euro lag der Quartalsumsatz allerdings über 50 Prozent unter dem des letzten Quartals 2008, als 77,4 Millionen Euro verbucht wurden.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Manz-Vorstand  ein hohes zweistelliges prozentuales Umsatzwachstum bei einem positiven EBIT. Er verweist auf die gute Auftragslage: Bereits seit Mitte Dezember 2009 seien Neuaufträge im Gesamtvolumen von mehr  als 40 Millionen Euro abgeschlossen worden. Dadurch sei der Auftragsbestand der Manz-Gruppe bis zum 28. Februar auf 70 Millionen Euro angewachsen, wovon der Großteil im Geschäftsjahr 2010 umsatz- und ertragswirksam werde. Weitere Aufträge befänden sich überdies in Verhandlung.


Manz Automation AG: ISIN DE000A0JQ5U3 / WKN A0JQ5U
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