11.08.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Solarausrüsterin rutscht im 1. Halbjahr tief in die roten Zahlen

Einen Einbruch beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) auf minus 12,56 Millionen Euro meldet die Manz Automation AG für das erste Halbjahr 2009. Im Vorjahr hatte die Solarausrüsterin aus Reutlingen noch ein positives EBIT in Höhe von 12,02 Millionen Euro verbucht. Das Periodenergebnis beläuft sich den Angaben zufolge auf minus 9,82 Millionen Euro, nach einem Überschuss von 8,82 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie verschlechterte sich von plus 2,41 auf minus 2,08 Euro.

Wie Manz weiter berichtet, sank der Umsatz von 101,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 28,28 Millionen Euro. Die Gesamtleistung verringerte sich von 102,44 auf 38,11 Millionen Euro. In dieser Kennziffer sind Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erlösen enthalten. Die Eigenkapitalquote liegt bei 77 Prozent, die liquiden Mittel betragen 59 Millionen Euro.

Die Ursachen für den Geschäftsrückgang sieht das Unternehmen in der aktuellen Finanzkrise, diese habe zu Auftragsverschiebungen geführt. Wenn sich der Solarmarkt in der zweiten Jahreshälfte wieder kräftig erhole, sei ein ausgeglichenes Jahresergebnis für Manz durchaus noch möglich, heißt es. Allerdings hätten sich die Zeichen für eine schnelle Erholung in den letzten Wochen verschlechtert. Positive Impulse erwartet das Unternehmen von der LCD-Industrie, dort sei die Nachfrage im zweiten Quartal vor allem infolge chinesischer Konjunkturprogramme deutlich gestiegen. Auch im Bereich der Produktionstechnik für Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos werden im zweiten Halbjahr erste positive Beiträge für Umsatz und Ergebnis erwartet.

Die Aktie gab heute morgen im Xetra-Handel 3,02 Prozent nach und notierte bei 46,86 Euro (9:38 Uhr), rund 70 Prozent unter ihrem Vorjahreskurs.

Manz Automation AG: ISIN DE000A0JQ5U3 / WKN A0JQ5U
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