Dachsolaranlage auf einem landwirtschaftlichem Betrieb: Die Bundesnetzagentur hat die letzte Photovoltaik-Ausschreibungsrunde für 2017 eröffnet. / Foto: Pixabay

  Erneuerbare Energie

Solarausschreibungen gehen in die nächste Runde

Die nächste Ausschreibungsrunde für Solaranlagen ist eröffnet: Stichtag ist der 1. Oktober 2017, teilte die zuständige Bundesnetzagentur mit. Da dieser Tag ein Sonntag ist, können Teilnehmer ihre Gebote noch bis zum 2. Oktober abgeben.

Für diese Solarauktion – die letzte in diesem Jahr – beträgt das Höchstgebot 8,84 Cent pro Kilowattstunde bei einem Ausschreibungsvolumen von 200 Megawatt (MW). Die niedrigsten Gebote erhalten den Zuschlag, bis das Volumen der Ausschreibung erreicht ist. Es gilt das Gebotspreisverfahren, dies bedeutet, dass der Zuschlagswert dem jeweils angebotenen Wert entspricht.

Zwei Bundesländer bieten Extra-Flächen für Solaranlagen an

Auch in dieser Runde können Teilnehmer wieder Gebote für Projekte auf Ackerland- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten in Baden-Württemberg und Bayern abgeben. Bei Bundesländer hatten entsprechende Verordnungen verabschiedet. Die zusätzlichen Flächen in Süddeutschland hatte in der letzten Runde für mehr Wettbewerb gesorgt, und die Preise sanken (wir berichteten). Im Durchschnitt erhalten die in der Juni-Ausschreibung erfolgreichen Projekte 5,66 Cent pro Kilowattstunde eingespeistem Strom. In der Vorrunde betrug die Einspeisevergütung noch 6,58 Cent.

Laut Bundesnetzagentur sind die Kontingente für Projekte auf benachteiligten Flächen in Süddeutschland noch nicht ausgeschöpft: Für Baden-Württemberg seien in dieser Ausschreibungsrunde Zuschläge mit einem Volumen von bis zu 90 Megawatt (MW) möglich. In Bayern seien noch bis zu zwölf Zuschläge für Projekte erlaubt.

Hintergrund der Solarausschreibungen ist, dass Deutschland den Solarausbau auf jährlich 2.500 Megawatt begrenzen will. Gesteuert wird dies durch Ausschreibungen. Demnach wird nicht mehr jede Kilowattstunde zu einem garantierten Förderpreis vergütet. Die Bundesnetzagentur schreibt eine festes Ausbauziel aus und derjenige, der den niedrigsten Erzeugerpreis bietet, bekommt den Zuschlag und darf bauen.
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