14.02.13 Erneuerbare Energie

Solarboom im asiatisch-pazifischen Raum verlangt von Solarherstellern Flexibilität


Im weltweiten Markt für Photovoltaikprodukte gewinnt der asiatisch-pazifischen Raum immer mehr an Bedeutung. Die Nachfrage wird 2013 in dieser Region ein Volumen von 13,5 GW erreichen. Das geht aus einem aktuellen Report von NPD Solarbuzz aus dem kalifornischenSanta Clara hervor. Das Unternehmen ist auf Analysen zum Solarmarkt spezialisiert.
Die Marktforscher weisen allerdings darauf hin, dass sich die Nachfrage aus dem asiatisch-pazifischen Raum in 2013 zu 90 Prozent auf China, Japan, Indien und Australien beschränken wird. Und dass die Bedingungen in diesen Absatzmärkten mitunter sehr verschieden sind. “Eine einzige Marktzugangsstrategie reicht mittlerweile nicht mehr aus, um der Photovoltaik-Nachfrage in der gesamten asiatisch-pazifischen Region zu entsprechen”, sagt dazu NPD Solarbuzz-Analyst Chris Sunsong.  Anbieter von Photovoltaikprodukten müssten die Länder und Marktsegmente auswählen, die zu ihren Produkt-Portfolios und Unternehmensstrategien passen. So würden in Japan aufgrund der begrenzten Flächen hocheffiziente Solarmodule bevorzugt. In Indien gebe es eine starke Konzentration auf Dachanlagen, was das Geschäft mit schweren und weniger leistungsfähigen Dünnschicht-Solarmodulen erschwere. In China wiederum würden heimische Photovoltaik-Module aus einheimischer Produktion bevorzugt.
Ferner führt der Report an, dass Solarhersteller in diesen Absatzmärkten die Besonderheiten der Förderprogramme für Photovoltaik beachten sollten. So wolle die neue Regierung Japans die erst im vergangenen Jahr eingeführte attraktive Solarstrom-Einspeisevergütung senken, weshalb die Nachfragespitze bereits im ersten Quartal 2013 erreicht werde. In warte man die anstehende Anpassung der Ausbauziele für Erneuerbare Energien ab, weshalb drei Viertel des erwarteten chinesischen Photovoltaik-Zubaus 2013 von sieben Gigawatt (GW)  wohl auf die zweite Jahreshälfte entfallen werde. In Australien wiederum drohe ein baldiger Abbruch der Nachfrage, weil die staatliche Förderung für Solarprojekte stark zurückgefahren wird. Dagegen warte man in Indien auf den Start eines neuen Förderprogrammes, dass den aktuellen Solarboom des Landes neue Dynamik verleihen könnte, dessen Umsetzung sich aber weiter verzögern könnte.
Über das starke Wachstum in den außereuropäischen Solarmärkten berichten wir in einem Artikel, zu dem Sie per Opens external link in new windowMausklick gelangen.
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