Solarpark einer Fondsgesellschaft in England. / Foto: HEP Capital

06.10.14 Erneuerbare Energie

Solarboom in Großbritannien verliert an Fahrt

Der Ausbau der Photovoltaikkapazität Großbritanniens verläuft offenbar nicht so rasant wie Marktbeobachter es für das laufende Jahr vorhergesagt hatten. Die US-Marktforscher von NPD Solarbuzz haben jedenfalls ihre Prognose dazu gesenkt. Sie stellen in einer neuen Einschätzung fest, dass im dritten Quartal mit 295 Megawatt weniger Solarstromkapazität neu installiert worden sei als bisher erwartet. Dennoch sei 2014 für das Vereinigte Königreich ein Photovoltaik-Boomjahr. Denn das Land steuere im Vergleich zu 2013 auf eine Steigerung der Solarstromkapazität in Höhe von 70 Prozent zu, so die Marktforscher. Bislang sei in jedem Quartal des laufenden Jahres ein Installationsrekord aufgestellt worden.

Aktuell gehen die Analysten davon aus, dass in Großbritannien bis zum Jahresende insgesamt 2.400 MW Photovoltaikleistung neu installiert werden. Ursprünglich hatten die Experten aber mit 100 MW mehr gerechnet. Die nun reduzierte Prognose war erst im März 2014 von 2.270 MW auf 2.500 erhöht worden.  Der Boom war ausgelöst worden, nachdem in die Rahmenbedingungen in anderen Ländern durch Gesetzesänderungen verändert worden waren. Damit gewann der britische Solarmarkt im europäischen Vergleich an Attraktivität. Zugleich reagierte die britische Politik auf den angestiegenen Ausbau größerer Freiflächenanlagen mit einer einschneidenden Reform für Anlagen der gehobenen Größenordnung. Diese soll im April 2015 in Kraft treten. Viele Bauherren gingen dazu über, ihre Vorhaben zu beschleunigen, um ihre Anlagen noch unter den älteren und aus ihrer Sicht besseren Bedingungen betreiben zu können. Auch dies habe den Boom unterstützt, so die Analysten.
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