30.06.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Solarkonzern kündigt weitere Verluste an – Sparte Waferaufbereitung soll verkauft werden

Einen vorrausichtlichen Verlust im zweiten Quartal 2009 meldet der Freiburger Solarkonzern Solar-Fabrik AG. Zwar habe sich der Absatz gegenüber dem ersten Quartal gesteigert, er liege jedoch unter dem Vorjahresniveau. Zusammen mit der Wertminderung von Vermögenswerten des Segments Waferaufarbeitung werde dies zu einem Verlust führen, berichtet das Unternehmen. Das prognostizierte Umsatz- und Ergebnisziel für 2009 sei nicht mehr realistisch. Noch Mitte März hatte das Unternehmen „sehr positive Aussichten für das Jahr 2009“ gesehen (Opens external link in new windowECOreporter.de berichtete).

Wie es weiter heißt, plant die Solar-Fabrik, das Segment Waferaufbereitung zu veräußern. Dieses bestehe aus der Solar-Fabrik Silicon Services Ltd. und der Poseidon Solar Services Pte. Ltd. Man habe eine Absichtserklärung mit einem Käufer abgeschlossen, dieser werde das Sachanlagevermögen zu einem Großteil der Buchwerts übernehmen. Somit müssten nur die immateriellen Vermögenswerte als Verluste verbucht werden. Der Abschluss der Transaktion sei für den Juli geplant.

Für die zweite Jahreshälfte hoffen die Freiburger auf eine deutliche Belebung der Nachfrage im Solarmodulgeschäft. Man habe im Projektgeschäft einen ersten Auftrag über sieben Megawatt peak (MWp) mit einem Neukunden abgeschlossen, weitere 20 MWp seien derzeit in Verhandlungen.

Die Aktie des Solarunternehmens verlor in Frankfurt am Morgen 2,9 Prozent auf 3,70 Euro (9:00 Uhr). Der Tiefstkurs 2009 lag bei 2,00 Euro (2.3.).

Solar-Fabrik AG: ISIN DE0006614712 / WKN 661471
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