29.11.11 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Solarkonzern REC muss Produktion weiter drosseln - negativer Ausblick fürs 4. Quartal

Die Solarkonzern Renewable Energy Corporation (REC) will seine Waferproduktion am Standort Herøya um 60 Prozent drosseln. Von dieser vorübergehenden Stilllegung von Kapazitäten seien 200 Mitarbeiter betroffen, gab der norwegische Solarkonzern aus Sandvika bekannt. Nach seinen Angaben setzt sich nicht nur der starke Preisverfall bei Solarsilizium, -wafern und -modulen weiter fort. Der Absatz von Solarprodukten werde auch durch die Auswirkungen der Eurokrise auf die Kapitalmärkte erschwert. Daher würden sich die Lagerbestände auffüllen und weitere Abschreibungen darauf drohen. Schon jetzt sei absehbar, dass sich diese Entwicklung belastend auf die Geschäftsentwicklung von REC im vierten Quartal auswirkt.

„Wir müssen uns an das schwache Marktumfeld anpassen“, stellte Firmenchef Ole Enger dazu fest. Ausdrücklich schloss er einen weiteren Abbau der Produktionskapazitäten nicht aus. Die Solarbranche werde in den kommenden ein bis zwei Jahren eine Marktbereinigung durchlaufen. Er sei zuversichtlich, dass REC dafür gut aufgestellt sei und es dem Solarkonzern gelingen wird, weiter die Kosten zu senken und wettbewerbsfähige Technologie anzubieten.

Auch eine aktuelle Studie der Bank Sarasin zur weiteren Entwicklung des globalen Solarmarktes geht davon aus, dass REC trotz der derzeit schlechten Geschäftsentwicklung gute Zukunftschancen hat. Per Opens external link in new windowMausklick gelangen Sie zu unserem ausführlichen Bericht über den Sarasin-Report.

Die Börsianer fassen die REC-Aktie dennoch nur noch mit spitzen Fingern an. Sie ist in Frankfurt nur noch 0,5 Euro wert. Auf Jahressicht hat sie sich damit um knapp 70 Prozent verbilligt. Bei ihrer Erstnotiz vor fünf Jahren war das Papier mit rund zehn Euro gehandelt worden.
Renewable Energy Corporation ASA: WKN A0BKK5 / ISIN NO0010112675
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