19.11.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Solarkonzern Solon SE steckt tief in den roten Zahlen – Umsatz auf ein Drittel geschrumpft

Von einer Belebung der Nachfrage gegen Ende des dritten Quartals berichtet der Berliner Solarkonzern Solon SE. Erwirtschaftet wurden 99 Millionen Euro. Im zweiten Quartal waren es 81, im ersten 38 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten blieb der Konzernumsatz mit 218,4 Millionen Euro um 66 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Bereich Komponenten wurden 65 Prozent und im Bereich Systemtechnik 35 Prozent der Erlöse erwirtschaftet.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank in den ersten neun Monaten auf minus 87 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 49,4 Millionen Euro). Das Konzernergebnis vor Steuern betrug minus 170 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 41,7 Millionen Euro. Im dritten Quartal wurde ein EBIT von minus 34,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Vorjahr waren es 17,9 Millionen Euro.

Das Ergebnis pro Aktie betrug nach neun Monaten minus 6,42 Euro. Im Vorjahr waren es 2,18 Euro.

Die Nettoverschuldung betrug zum Berichtsstichtag 384,2 Millionen Euro. Davon waren 288 Millionen Euro Bankkredite. 2008 betrug die Summe der Bankkredite 259 Millionen Euro. Seit Ende 2008 hat sich das Eigenkapital um knapp 40 Prozent verringert. Die Eigenkapitalquote sank von 41,6 Prozent auf 30 Prozent.

Der Vorstand rechnet mit einem weiteren Anstieg der Umsätze. Solon werde das Geschäftsjahr 2009 jedoch mit einem deutlich negativen operativen Ergebnis abschließen, hieß es. Für das kommende Jahr werde ein starkes Anziehen der weltweiten Nachfrage nach Solartechnik bei einem langsameren Rückgang der Verkaufspreise als im laufenden Jahr erwartet. Ziel des Konzerns für das Geschäftsjahr 2010 sei ein zweistelliges Umsatzwachstum und ein ausgeglichenes operatives Ergebnis.

Die Aktie legte in Frankfurt um 2,56 Prozent auf 8 Euro zu (9:03 Uhr). Vor einem Jahr stand sie bei 14,25 Euro.

Solon AG für Solartechnik: ISIN DE0007471195 / WKN 747119
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