Yingli Green Energy ist Weltmarktführer unter den Herstellern von Solarmodulen. Im Bild: eine Freiflächenanlage, die auf Technik von Yingli setzt. Bild: Unternehmen

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Solarkonzern Yingli legt verbesserte Quartalsbilanz vor

Eine deutlich verbesserte Bilanz für das erste Quartal 2014 hat der chinesische Solarkonzern Yingli Green Energy vorgelegt. Der Weltmarktführer unter den Herstellern kristalliner Solarmodule steigerte den Quartalsumsatz auf Jahressicht zwar nur um 0,9 Prozent auf 408,8 Millionen Dollar. Dennoch verringerte das Unternehmen aus Baoding die Verluste deutlich. Im operativen Geschäft (EBIT) verbuchte Yingli mit 20,7 Millionen Dollar weit weniger als halb soviel Defizit als im Vorjahreszeitraum. Damals hatten die Chinesen noch rund 52 Millionen Dollar EBIT-Verlust ausgewiesen. Den Nettoverlust des ersten Quartals reduzierte der Konzern auf Jahressicht um 77 Prozent auf rund 58 Millionen Dollar.  

Der Absatz in Megawatt (MW) Modulleistung lag mit 630,8 MW 32 Prozent unter dem im Abschlussquartal 2013. Verzögerungen im Projektgeschäft in Algerien und eine saisontypische schwächere Nachfrage seien dafür die Hauptgründe, hieß es. Besonders positiv habe sich vor allem der Absatz in Japan entwickelt. Der US-Markt habe sich ebenfalls gut entwickelt und die Nachfrage in Europa sei stabil geblieben, so die Chinesen. Insgesamt hat das Auslandsgeschäft für Yingli an Bedeutung gewonnen. Der Absatzanteil der Märkte außerhalb Chinas wuchs von 16 im Vorjahresquartal auf 35 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2014 hält Yingli an seiner Absatzprognose fest. Gerechnet werde weiterhin mit 4000 bis 4.200 MW. Gemessen am Vorjahr wäre dies eine Steigerung  zwischen 23,7 und 29,9 Prozent. Gemessen am Absatz in 2013 ist Yingli mit 3250 MW schon jetzt mit Abstand Weltmarktführer vor Trina Solar.  Zur Entwicklung von Gewinn oder Verlust machte der Konzern keine Angaben.

Die Top 10 der Solartechnikhersteller ist ohnehin fest in asiatischer beziehungsweise chinesischer Hand (mehr dazu lesen Sie  hier (Link entfernt)).  Diese Marktführerschaft chinesischer Konzerne hat auch damit zu tun, dass die Chinesen ihre Ware billiger anbieten als die westliche Konkurrenz. Das ist unter anderem möglich, weil der chinesische Staat über seine Banken immer wieder großzügige und günstige Kredite vergibt. Einer aktuellen Studie zufolge rührt der Preisvorteil der in China produzierten Solartechnik auch daher, dass es teilweise großen Nachholbedarf bei den Umweltstandards der Produktion gibt (ECOreporter.de  berichtete).


Dämpfer für die Yingli-Aktie

Der Aufwärtstrend der Yingli-Aktie erhielt heute am Morgen an der Deutschen Börse zunächst einen Dämpfer. Bis 10:03 Uhr ging ihr Kurs um rund zwei Prozent abwärts auf 2,85 Euro. Damit liegt sie allerdings noch 42,6 Prozent höher als noch vor einem Monat. Und auf Jahressicht notiert die Yingli-Aktie 19,6 Prozent im Plus.

ISIN US98584B1035 / WKN A0MR90

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