Die USA wollen den heimischen Markt um Solarmodule besser schützen. / Foto: Unternehmen

25.09.17 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Solarmodul-Importpreise: Trump entscheidet

Die internationale Handelskommission der USA ist mit 4:0 Stimmen zu dem Ergebnis gekommen, dass ausländische, preisgünstige Solarmodule den US-amerikanischen Herstellern schaden.

Das Verfahren hatte der Hersteller Suniva im April mit der Einreichung einer Petition bei der internationalen Handelskommission der USA angestoßen. Die Petition ist ein weiterer Schritt in dem seit Jahren andauernden Konflikt, in dem den chinesischen Modelherstellern Dumpingpreise vorgeworfen werden.

Die Handelskommission erstellt nun einen offiziellen Bericht mit Handlungsempfehlungen für den US-Präsidenten Donald Trump. Trump hat in der Folge nach Angaben von Bloomberg bis zum 12. Januar 2018 Zeit, über eventuelle Maßnahmen zu entscheiden.

Solarkraftwerke nicht mehr wettbewerbsfähig?

In der Solarbranche sorgt das Verfahren seit Monaten für Aufruhr. Der US-amerikanische Solarindustrieverband SEIA lehnt Solarmodul-Mindestimportpreise entschieden ab. Der Verband schätzt, dass 88.000 Jobs in der amerikanischen Solarindustrie verloren gehen könnten. Der Verband befürchtet, dass bei einer Festsetzung der in der Petition geforderten Mindestpreise das Solarwachstum in den USA abgewürgt wird.

Investitionen im Milliarden-US-Dollar-Bereich würden unterbleiben, weil infolge der steigenden Modulkosten neue Solarkraftwerke nicht mehr wettbewerbsfähig wären. Wir hatten über das starke Wachstum des US-Solarmarktes vor zwei Wochen berichtet.

Die Aktien von Unternehmen der Solarbranche reagierten auf die Entscheidung der Handelskommission uneinheitlich. Größere Ausschläge blieben in der Regel aus, weil die Entscheidung der Handelskommission so erwartet worden war. Daher hatten Unternehmen der Solarbranche teilweise bereits in den Vorwochen an Wert verloren.

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