Deutscher Solarpark mit Technologie der SunWays AG. Das Unternehmen gehört zu den vielen Solarfirmen, die pleite gingen, nachdem tiefe Einschnitte bei der Solarförderung das Wachstum des deutschen Solarmarktes ausbremsten. / Foto: Unternehmen

01.07.16 Erneuerbare Energie

Solarstromtarife bleiben stabil – Solarzubau weiter schwach

Die deutsche Solarstromleistung wächst weiterhin weitaus weniger als von der Bundesregierung angestrebt. Das zeigen die neuesten Zubau-Daten der Bundesnetzagentur. Sie gab daher bekannt, dass die Einspeisetarife für Strom aus neu ans Netz kommenden Solarstromanlagen weiter unverändert bleiben.

Seit dem 1. Oktober 2015 wurden die Fördersätze nicht mehr abgesenkt. Das wird auch bis zum 30. September 2016 so bleiben. Das hat nun die zuständige Bundesnetzagentur bekannt gegeben. Sie überprüft monatlich den Ausbau der deutschen Solarstromleistung. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) schreibt vor, dass die Bundesnetzagentur die Einspeisetarife für Solarstrom aus Neuanlagen senken muss, wenn der Zubau der vergangenen zwölf Monate die Marke von 2.600 Megawatt (MW) bzw. 2,6 Gigawatt (GW) überschreitet. Doch davon ist der deutsche Solarmarkt weit entfernt. Für den Stichtag 31. Mai ermittelte die Bundesnetzagentur einen Zubau über die letzten zwölf Monate hinweg von nur rund 1.366 MW.

Für die ersten fünf Monate des laufenden Jahres verzeichnete die Behörde insgesamt einen Neuanschluss deutscher Solaranlagen mit insgesamt nur rund 400 MW. Dazu trug der Mai mit etwas mehr als 100 MW bei. Zum Vergleich: Insgesamt verfügte Deutschland im Mai über Photovoltaikanlagen mit einer Kapazität von 40.000 MW oder 40 GW.
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