19.01.10 Nachhaltige Aktien , Erneuerbare Energie , Meldungen

Solarunternehmen streichen US-Fördermittel ein

Aus dem von der Obama-Administration durchgesetztem Stimulus-Paket für die US-Wirtschaft sind weitere Auszahlungen an Grünstromunternehmen ergangen. Insgesamt wurden 183 Unternehmungen mehr als zwei Milliarden Dollar als so genannte tax credits zur Verfügung gestellt.

Einer der größten Nutznießer ist die US-Tochter der Bonner SolarWorld AG. Für ihren Ausbau der Fertigung in Hillsboro im Bundesstaat Oregon erhält sie laut US-Medienberichten 82,8 Millionen Dollar. Dort ergänzt der Solarkonzern die Solarzellenproduktion um eine Modulfertigung. Dem Unternehmen zufolge sollen dort bis 2011 Solarmodule mit einer Gesamtkapazität von bis zu 350 Megawatt jährlich hergestellt werden. Die Wafer- und Solarzellenproduktion in Hillsboro war im Oktober 2008 gestartet worden. Nach Fertigstellung der Solarmodulproduktionsstätte verfügt Solarworld in den vereinigten staaten über eine integrierte Produktion von Solarwafern, Solarzellen und Solarmodulen von je 500 Megawatt. Über die US-Strategie von SolarWorld berichtete ECOreporter.de im vor einem halben Jahr ausführlich. Per Opens external link in new windowMausklick gelangen Sie zu dem Beitrag.

Sogar rund 155 Millionen Dollar gehen an den norwegischen Solarkonzern Renewable Energy Corporation (REC). Auch dessen Tochtergesellschaft REC Silicon erweitert gegenwärtig die Produktionskapazitäten in den USA. Auch Motech aus Taiwan verfügt über eine Siliziumproduktion in den Vereinigten Staaten. Deren Tochterunternehmen AE Polysilicon Corporation wurden knapp 45 Millionen Dollar an tax credits zugesprochen.

Mit 4,5 Millionen Dollar erhält der chinesische Solarkonzern Yingli Green Energy deutlich weniger Fördermittel. Allerdings bereitet deren US-Tochter Yingli Green Energy Americas derzeit noch den Aufbau einer Modulproduktion mit einer Kapazität von 100 MW vor. Der Standort dafür liegt noch nicht fest.
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