18.08.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Solon SE rutscht tief in die Verlustzone

Die Berliner Solon SE hat ihre Geschäftszahlen zum ersten Halbjahr 2009 vorgelegt. Demnach sank ihr Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 37 Millionen Euro im gleichen Vorjahreszeitraum auf negative 42,7 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) ging von positiven 31,5 Millionen auf negative 52,6 Millionen Euro zurück. In den Ergebnissen seien jeweils Sonderbelastungen in Höhe von 30,3 Millionen durch Abwertung von Vorräten und Abverkäufen von Lagerbeständen unter Herstellungskosten enthalten, heißt es. 

Das Finanzergebnis verschlechterte sich demnach von minus 4,3 auf minus 74,2 Millionen Euro. Hierin enthalten seien Einmalbelastungen aus der Abwertung von Beteiligungen in Höhe von 64,9 Millionen Euro. Diese resultieren einerseits aus der Insolvenz der Silicium de Provence SAS, an der Solon maßgeblich beteiligt ist (siehe Opens external link in new windowECOreporter.de-Bericht vom 5. August).  

Andererseits ist das Ergebnis belastet durch eine Wertberichtigung in Höhe von rund zwölf Millionen Euro aus der indirekten Beteiligung an der österreichischen Blue Chip Energy GmbH.

Der Konzernumsatz sank um 71 Prozent auf 119,4 Millionen Euro. Die Gesamtleistung, die Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erlöse berücksichtigt, sank um 69 Prozent auf 136,6 Millionen Euro. Der Anteil der im Segment Komponenten erwirtschafteten Konzernerlöse stieg auf 67 Prozent, während der Anteil des Segments Systemtechnik am Konzernumsatz auf 33 Prozent zurückging. Der Anteil der im Ausland erzielten Konzernumsätze lag bei 48 Prozent.

Das Konzernergebnis nach Minderheiten betrug minus 110,1 Millionen Euro, nach 17,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Ohne Berücksichtigung der Einmaleffekte aus der Abwertung von Beteiligungen ergibt sich ein bereinigtes Konzernergebnis nach Minderheiten in Höhe von minus 45,2 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei minus 3,61 Euro, im Vorjahreszeitraum lag es bei 1,43 Euro. 

Mit einem umfangreichen Restrukturierungsprogramm will Solon seine Kosten jährlich um 15 Millionen Euro senken. 

Das Unternehmen rechnet mit einer anziehenden Nachfrage vor allem im Bereich Modulverkauf, die sich schon im zweiten Quartal angedeutet habe. Im Bereich Kraftwerkstechnik sei die Nachfragebelebung wegen der hohen Finanzierungssummen gedämpfter. Neue Vertragsabschlüsse mit dem kalifornischen Energieversorger PG&E und dem norwegischen Unternehmen Statkraft eröffnen Solon den Angaben zufolge ein neues Kundensegment. Die Aufträge werden überwiegend erst im kommenden Jahr umsatzwirksam. Auf eine Prognose verzichtet das Unternehmen angesichts der aktuellen Marktunsicherheit.

Die Aktie verlor heute morgen im Frankfurter Handel 2,85 Euro und notierte bei 9,19 Euro (9:27 Uhr), im Vorjahr wurden die Papiere noch zum Preis von 44,50 Euro gehandelt.

Solon SE für Solartechnik: ISIN DE0007471195 / WKN 747119
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