Solaranlage in Fukushima. Nach der Atomkatastrophe in der Region hat die Regierung in Tokio die Förderung der Photovoltaik stark verbessert. / Quelle: Unternehmen

  Erneuerbare Energie

Spektakulärer Zubau der Photovoltaik in Asien

Das starke Wachstum der Photovoltaik in Asien setzt  sich unvermindert fort. In dieser Region dürften im laufenden Jahr Solarstromanlagen mit einer Gesamtkapazität von 16 Gigawatt (GW) neu ans Netz kommen. Dies entspricht mehr als 40 Prozent der geschätzten neuen Solarstromkapazität im Gesamtjahr 2013. Das sagt eine aktuelle Marktanalyse des kalifornischen Marktforschungsunternehmens NPD Solarbuzz aus St. Clara voraus. Dieses Wachstum werde in erster Linie von den Solarmärkten in China und Japan getrieben. Dort würden im 2. Halbjahr voraussichtlich Solarstromanlagen mit zusammen neun GW errichtet, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Zuwachs von 70 Prozent entspricht gegenüber dem 1. Halbjahr 2013 einem Plus von 90 Prozent.

Die Experten von NPD Solarbuzz gehen davon aus, das China zum größten Solarmarkt der Welt aufsteigt und Japan zum Solarmarkt mit dem weltweit stärksten Wachstum. Das japanische Handels-, Wirtschafts- und Industrieministerium (METI) hat in dieser Woche bekannt gegeben, dass seit der Einführung attraktiver fester Einspeisetarife im Juli 2012 Photovoltaikprojekte mit einer Gesamtkapazität von rund 19 GW genehmigt wurden. Nach Schätzungen von Bloomberg New Energy Finance dürften davon bis zu neun GW in 2013 ans Netz gebracht werden.

Allerdings haben die Einschnitte bei den Einspeisetarifen, die die Regierung in Tokio im Frühjahr beschlossen hat, den Zubau seither gebremst. Hinzu kommen Engpässe beim Netzanschluss. So musste der Anschluss jeder vierten neuen Solarstromanlage auf der japanischen Insel Hokkaido verschoben werden, weil die Netzkapazitäten dafür noch nicht vorhanden sind. Auch China fällt es schwer, beim Ausbau der Netzkapazitäten mit dem massiven Zubau von Grünstromanlagen Anschluss zu halten.
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