19.07.10 Erneuerbare Energie

Spezialagentur rechnet auch künftig mit einem instabilen Photovoltaikmarkt in Europa

Instabilität sagt die auf Solarenergie spezialisierte Beratungsagentur Solarbuzz dem europäischen Photovoltaikmarkt voraus. Grund dafür seien die Einschnitte in die jeweiligen Einspeisetarife.

Trotz des Booms, der durch die drohenden Einschnitte in Deutschland bis Ende Juni ausgelöst wurde, seien die Preise nicht gestiegen. Erst im Juni gab es der Agentur zufolge einen Preisanstieg. Die Industrie hatte zusätzlich mit Umsatzeinbußen durch den Eurokursverfall zu kämpfen.

In Deutschland ist der Photovolaikmarkt 2009 um 109 Prozent auf 3,87 Gigawatt gewachsen. Das Wachstum wurde Solarbuzz zufolge nur doch Lieferengpäse beschränkt. Die größte Kundengruppe war mit 42 Prozent die der Investorengruppen gefolgt von Landwirten mit 18 Prozent und Unternehmen mit 14 Prozent. Privatkunden hatten einen Anteil von 13 Prozent.

Italien ist mit 770 Megawatt (MW) neuer Leistung 2009 zum zweitgrößten Solarmarkt der Welt nach Deutschland aufgestiegen. Tschechien, Frankreich und Belgien brachten es zusammen auf 933 MW.

Der europäische gesamt wuchs Solarbuzz zufolge 2009 um 16 Prozent. Dieses Wachstum wäre viel höher ausgefallen, wenn der spanische Markt nicht eingebrochen wäre.

In den kommenden fünf Jahren sei keine Stabilität für die Solarmärkte zu erwarten, so die Beratungsagentur. Grund sei die Abhängigkeit von der jeweiligen Förderpolitik. Deutschland werde 2011 und 2012 unter den Einschnitten bei der Solarstromvergütung leiden. Etwas Wachstumsspielraum sieht Solarbuzz in Deutschland noch für das kommende Jahr. In Europa sei mit weiteren Preisrückgängen zu rechnen.

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