Maschinen wie diese gehören zum Sortiment des Solarausrüsters Spire Corp. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Spitzt sich die Krise des Solarausrüsterns Spire zu?

Für den finanziell angeschlagenen Solarausrüster Spire Corporation wird die Luft offenbar immer dünner. Das Unternehmen aus Badford in Massachusetts hat die US-Börsenaufsicht jetzt darüber informiert, dass es die Bilanz für das Gesamtjahr 2014 nur verspätet veröffentlichen kann. Hintergrund seien der aktuelle finanzielle Engpass des Unternehmens und Verhandlungen zur Lösung dieses Problems. Wie diese Lösungen aussehen können, geht aus der Nachricht an die US-Börsenaufsicht nicht hervor. Zudem hänge die Verschiebung mit dem Ausscheiden des Finanzvorstands Robert S. Lieberman Mitte Februar 2015 zusammen. Der Posten wird seither übergangsweise von Firmenchef Rodger W. LaFavre ausgefüllt.
Allerdings teilt das Unternehmen der Aufsichtsbehörde eine vorläufige Erwartung zum Geschäftsjahr 2014 mit. Demnach soll der Gesamtumsatz zwischen 9,8 und 10,4 Millionen Euro liegen. Zugleich erwartet die Spire-Führung zwischen 7,7 und 7,8 Millionen Dollar Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) und bis zu 5,9 Millionen Dollar Nettoverlust. Verglichen mit der Bilanz 2013 würde dies einen Umsatzrückgang um 29 bis 33 Prozent bedeuten. Der Nettoverlust von Spire Corp. lag 2013 mit 8,5 Millionen Dollar noch rund Prozent über dem jetzt erwarteten Niveau.

Spire geriet mit der Krise der gesamten Solarbranche in Schwierigkeiten. Der Markt der Solarausrüster kommt nach drei schwierigen Jahren erst seit 2014 und nur langsam in Schwung. Immerhin wollen viele große Hersteller ihre Produktionskapazitäten nach der überstandenen Marktbereinigung deutlich steigern.  

Spire Corporation: ISIN US8485651074 / WKN 870534
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x