20.11.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Sprecher der Solar Millennium AG: „Drei US-Projekte könnten bis Ende 2010 genehmigungsfähig sein“

Die Erlanger Solar Millennium AG hat am Mittwoch den Opens external link in new windowVerkauf ihres spanischen Projekts Ibersol bekannt gegeben. ECOreporter.de sprach mit Alexander Jacobsen, stellvertretender Pressesprecher der Kraftwerksspezialistin, über die Transaktion und das für die weitere Entwicklung von Solar Millennium wichtige US-Geschäft der Gesellschaft.


ECOreporter.de: Herr Jacobsen, Ihr Unternehmen arbeitet bei dem Projekt Ibersol jetzt mit der Schweizer Beteiligungsgesellschaft Cross Capital AG zusammen. Wie groß ist das Anlagevolumen dieses Partners, seit wann besteht die Gesellschaft?
Alexander Jacobsen: Die Gesellschaft wurde 2005 gegründet und verwaltet ein Beteiligungsvermögen im zweistelligen Millionenbereich.


ECOreporter.de: Die Anlage muss in vier Jahren fertig werden, damit Sie in den Genuss der vollen Einspeisevergütung kommen. Wie ist die aktuelle Lage auf dem Markt für Kraftwerkskomponenten? Ist der Termin unproblematisch?

Jacobsen: Aus heutiger Sicht ist die Lage auf Markt unproblematisch. Zudem haben wir die Emissionserlöse unserer letzten beiden Anleihen vor allem für die Vorfinanzierung von wichtigen Kraftwerkskomponenten mit langen Lieferzeiten verwendet. Durch die so ermöglichte frühzeitige Bestellung werden Kostenvorteile bei der Komponentenbeschaffung sowie Planungs- und Versorgungssicherheit in der Realisierungsphase unserer Kraftwerksprojekte erreicht.


ECOreporter.de: Wie gestaltet sich die Kooperation der Solar Millennium AG mit der MAN Ferrostaal AG, nach dem die IPIC die Mehrheit der Anteil bei dem Partners hält?
Jacobsen: Nicht anders als zuvor. Allerdings bringt sich mit IPIC ein Unternehmen in die Kooperation ein, dass über umfassende Erfahrungen in einem der wichtigen Zukunftsmärkte für Solarthermische Kraftwerke, dem Nahen Osten, verfügt.


ECOreporter.de: Wie entwickelt sich das Geschäft Ihres Unternehmens in den USA?
Jacobsen: Solar Millennium ist seit mehreren Jahren mit einem Tochterunternehmen am US-amerikanischen Markt präsent und kann aufgrund dieser frühzeitigen Positionierung, die Chancen der jetzt erfolgten Weichenstellung effizient nutzen. Im August haben wir alle unsere Aktivitäten auf dem US-amerikanischem Markt in einem neuen Gemeinschaftsunternehmen mit MAN Ferrostaal, der Solar Trust of America LLC (STA), gebündelt. Unsere drei kalifornischen Projekte befinden sich zudem im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium. Das US Innenministerium hat Anfang November diese drei Projekte in den FastTrack Status gesetzt. Projekte mit FastTrack Status haben dem Interior's Bureau of Land Management (BLM, eine Behörde des US Innenministeriums) bewiesen, dass sie weit genug fortgeschritten sind, um in die nächste Genehmigungsphase überzugehen. Als nächstes wird eine sogenannte Environmental Impact Study (EIS) durchgeführt, deren erster Entwurf anschließend der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Dieser FastTrack-Status bedeutet außerdem, dass diese Projekte weit genug im Genehmigungsverfahren fortgeschritten sind, um potentiell bis spätestens Ende 2010 genehmigungsfähig zu sein. Was wiederum dazu berechtigt, Fördermittel nach dem Amercian Recovery and Reinvestment Act 2009 bewilligt zu bekommen.


ECOreporter.de: Herr Jacobsen, wir danken Ihnen für das Gespräch!



Die Aktie der Solar Millennium AG verbuchte am Morgen ein Plus in Höhe von 2,4 Prozent auf zuletzt 28,98 Euro (11:55 Uhr). Vor einem Monat notierten die Papiere noch bei 20,59 Euro.

Solar Millennium AG: ISIN DE0007218406 / WKN 72184
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