14.03.12 Anleihen / AIF

Starke Einschnitte bei Solartarifen für Neuanlagen – wie reagiert das Emissionshaus Chorus?

Die geplanten starken Einschnitte bei der deutschen Solarförderung bedrohen das Geschäft mit geschlossenen Deutschland-Solarfonds. Wie reagieren die Anbieter, bringen sie in diesem Jahr dennoch Angebote auf den Markt? ECOreporter. de hat beim Emissionshaus Chorus  GmbH aus dem bayrischen  Neubiberg nachgefragt. Das Unternehmen bietet seit 2006 Beteiligungen im Umweltbereich an und hat etwa ein Dutzend Solarfonds lanciert.

Für Chorus-Geschäftsführer Peter Heidecker sind deutsche Solaranlagen weiter besonders rentabel, aber mit einer wichtigen Einschränkung: wenn sie noch die alten Vergütungen erhalten. In solche Projekte investiere etwa der Chorus CleanTech Solar 8, den das Unternehmen aktuell anbietet (per Opens external link in new windowMausklick gelangen Sie zu unserer Analyse des Angebots).

Nach der aktuellen Vergütungskürzung für Solaranlagen in Deutschland werde Italien als Solarinvestitionsland wieder stärker in den Fokus treten, meint Heidecker. „Die hohe Sonneneinstrahlung und das Doppelbesteuerungsabkommen ermöglichen dort zweistellige Nachsteuerrenditen, auch bei konservativer Kalkulation“, stellt er fest. Aber auch in Italien sinke die Einspeisevergütung deutlich und werde die Entwicklung von neuen Großprojekten schwieriger. „Deshalb werden sich auch die Renditen für Solaranlagen in Italien künftig deutlich reduzieren“, so der Geschäftsführer des Emissionshauses, das derzeit mit dem Chorus CleanTech Solar 5 auch einen geschlossenen Italien-Solarfonds anbietet (ein weiterer Mausklick führt Sie zu einem Opens external link in new windowECOanlagecheck, der dieses Produkt bewertet). „Auch bei diesem Fonds sind alle Anlagen bereits am Netz und die hohen Einspeisetarife sind gesichert“, betont Heidecker.

Er kündigt für das zweite Halbjahr ein weiteres Chorus-Angebot an, dass aber nicht mehr auf Photovoltaik ausgerichtet sei. „Wir beschäftigen uns schon seit langen mit dem Bereich Wasser-, Wind- und Wellenenergie und werden hierzu eine Beteiligung auf den Markt bringen.“
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x