Einblick in die Produktion von Gamesa. Die verbesserte Nachfrage haben Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr deutlich steigen lassen. / Foto: Unternehmen

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Starke Halbjahresbilanz treibt die Windaktie von Gamesa – weiteres Kurspotenzial?

Steil aufwärts zeigt der Trend der Windaktie von Gamesa. Bis 10:36 Uhr kletterte ihr Kurs um 3,9 Prozent auf 9,30 Euro. Seit der ECOrepoter.de-Kaufempfehlung vom Februar 2014 hat die Gamesa-Aktie damit 16,2 Prozent an Wert gewonnen. Auf Jahressicht liegt sie aktuell 58 Prozent im Plus. Bleibt noch Luft nach oben oder ist der Zenit überschritten?

Aktueller Kurstreiber sind die starken Halbjahreszahlen, die der spanische Windkraftkonzern aus Zamudio im Baskenland veröffentlichte. Der Halbjahresumsatz von Gamesa stieg demnach im Vergleich zu 2013 um 13,1 Prozent und erreichte 1,26 Milliarden Euro. Der Absatz in Megawatt (MW) Windkraftkapazität lag mit 1.187 MW 25 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen wurde sogar um 26 Prozent verbessert. Er stieg auf 83 Millionen Euro. Als Nettogewinn verbuchte Gamesa für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres 42 Millionen Euro. Gemessen am Vorjahreszeitraum ist das ein Anstieg um 88 Prozent. Der Gewinn je Aktie stieg entsprechend von 0,09 auf 0,17 Euro.

Starkes Neugeschäft sorgt für Optimismus

Ein großer Teil dieses Erfolges sei auf die Markterholung zurückzuführen, die sich in einer verbesserten Nachfrage nach Windrädern niedergeschlagen habe, teilte die Unternehmensführung mit. Entsprechend verbesserte sich auch die Auftragslage bei Gamesa. In der ersten Jahreshälfte verbuchte Gamesa Aufträge für Windräder mit zusammen 1.913 MW. Auf Jahressicht entspricht dies einer Steigerung um 24 Prozent. Besonders das zweite Quartal habe mit 801 MW dazu einen starken Beitrag geleistet. Verglichen mit dem Neugeschäft im zweiten Quartal 2013 bedeutet das eine Verbesserung um 31 Prozent. Allein im Juli 2014 bis zur Veröffentlichung der Bilanz seien weitere Aufträge für Windfarmen mit 393 MW Gesamtkapazität hinzugekommen, so die Unternehmensführung.

Aktuell liegt Gamesa damit voll auf Kurs, die Prognose für das Gesamtjahr zu erreichen. Darin gehen die Spanier davon aus, Windräder mit 2.200 bis 2.400 MW Kapazität absetzen zu können. Das hieße, der Konzern müsste beim Absatz das Niveau der ersten Jahreshälfte halten. Als EBIT-Marge prognostiziert die Unternehmensführung für das Gesamtjahr 6 Prozent. Die Marge der ersten Jahreshälfte lag mit 6,5 Prozent knapp darüber.

Große Hoffnungen setzt Gamesa in die Windmärkte in Indien, Mexiko, Europa und in den USA. Für all diese Länder geht Gamesa davon aus, dass der Windkraftausbau bis 2018 Jahr für Jahr zulegen wird. Als potenziellen Wachstumstreiber stuft Gamesa auch sein Offshore-Windkraft-Joint-Venture mit der französischen Areva ein. Die weltweit installierte Offshore-Windkraftleistung werde sich in den kommenden fünf Jahren verdreifachen und ein Drittel dieser Nachfrage werde aus Europa kommen, so der Vorstand.

Kaufempfehlung bekräftigt

ECOreporter.de hatte die Gamesa-Aktie zuletzt im Februar 2014 beim Kursstand von acht Euro  zum Kauf empfohlen. Angesichts der positiven Auftragsentwicklung und der weiter guten Aussichten in den Wachstumsmärkten Lateinamerikas bekräftigen wir die Kaufempfehlung. Die Aktie dürfte auf Jahressicht die Marke von elf Euro erreichen.

Gamesa Corp. Tecnologica: ISIN ES0143416115 / WKN A0B5Z8
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