Nicht nur auf Privatgebäuden werden in Japan immer mehr Solaranlagen errichtet. / Quelle: Canadian Solar

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Starke Kürzung der japanischen Solarstromtarife

In Japan werden die festen Einspeisetarife stark gesenkt. Wie das zuständige Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie bekannt gab, sinkt die Vergütung für Solarstrom um 16 Prozent. In Japan war Mitte 2012 eine feste Einspeisevergütung für Solarstrom eingeführt worden. Sie hatte einen starken Photovoltaikboom ausgelöst. Der wurde auch nicht dadurch gebremst, dass es in 2013 und in 2014 Tarifkürzungen um zehn bzw. elf Prozent gab. Wie in Deutschland gelten die neuen Solarstromtarife für neu ans Netz gebrachte Anlagen und 20 Jahre lang.

Die aktuelle Kürzung erfolgt in zwei Schritten. Der Tarif sinkt zunächst Ende März und dann am 1. Juli auf auf 29 Yen auf 27 Yen pro Kilowattstunde (kWh). Das sind umgerechnet 21 Eurocent. Der Ausbau des japanischen Netzkapazitäten hat mit dem Ausbau der Photovoltaikleistung nicht Schritt gehalten. Weil es zunehmend schwieriger wird, für neue Projekte einen Netzanschluss zu bekommen, und weil die neue Tarifkürzung noch viel höher ausfällt als die vorangegangenen, könnte sich der weitere Photovoltaikausbau in Japan nun deutlich verlangsamen. Das wiederum wäre keine gute Nachricht für Solarkonzerne aus dem In- und Ausland. Denn die haben aufgrund der bislang sehr attraktiven Solartarife und der enormen Nachfrage seit 2012 in Japan sehr gute Geschäfte machen können. Das gilt etwa für SunPower und Canadian Solar aus Nordamerika und JA Solar aus China.
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