Brennstoffzellentechnik von Ballard Power Systems dient in immer mehr chinesischen Bussen als umweltschonender Antrieb. / Foto: Unternehmen

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Starker Kurssprung der Umweltaktie Ballard Power Systems

Die Öko-Aktie Ballard Power Systems hat seit der Kaufempfehlung in einem Aktientipp von ECOreporter.de kräftig zugelegt. Sie verteuerte sich seither innerhalb von nur zwei Monaten um 38 Prozent. Ein weiterer Geschäftserfolg in China bestätigt nun den Aufwärtstrend der Brennstoffzellenspezialistin aus Kanada.

Die chinesische Shenzhen UpPower Technology hat einen Großauftrag an Ballard Power vergeben. Wie das Unternehmen aus der kanadischen Provinz British Columbia mitteilt, orderte die Kundin Brennstoffzellenmodule mit jeweils 30 Kilowatt Leistung. Im Auftrag von Shenzhen UpPower werde Gaungxi Yuanzheng New Energy die Systeme in Busse einbauen, die in der Großstadt Nanning in der Provinz Guangxi zu Einsatz kommen sollen. Die Auslieferung der Brennstoffzellenmodule habe Ballard Power noch für das laufende Jahr zugesagt. Die Busse mit der umweltschonenden Antriebstechnologie sollen ab 2017 zum Einsatz kommen.

Damit hat Ballard Power Systems einen weiteren Großkunden aus China gewonnen. Wir hatten in den vergangenen Monaten wiederholt darüber berichtet, dass Brennstoffzellentechnologie der Kanadier im chinesischen ÖPNV (öffentlicher Personennahverkehr) zum Einsatz kommt. Die Zentralregierung und die Kommunen stehen angesichts der massiven Luftverschmutzung in den chinesischen Großstädten unter starkem Druck, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dazu zählen immer strenge Vorgaben für den Einsatz emissionsarmer Fahrzeuge, insbesondere bei Bussen und Bahnen. Ballard Power Systems rüstete bereits etliche Hersteller solcher Fahrzeuge aus.

Wir hatten am 12. Juli in einem  Aktientipp mit einer Kaufempfehlung  darauf hingewisen, dass Ballard Power Systems für die steigende Nachfrage aus China aussichtsreich aufgestellt ist. Seither hat sich die Umweltaktie an der Nasdaq um über 28 Prozent auf 2,01 Dollar verteuert.

Es drohen Kursrückschläge durch Verlustmeldungen von Ballard Power Systems

Anleger sollten nun die weitere Entwicklung von Ballard Power Systems abwarten. Schließlich müssen sich die Vertriebserfolge in China erst noch in Einnahmen verwandeln. Unter anderem die erhöhten Vertriebsaktivitäten hatten zuletzt dazu geführt, dass die Kanadier hohe Verluste erwirtschafteten. Der Nettoverlust im ersten Halbjahr 2016 betrug 15,8 Millionen US-Dollar nach nur 0,3 Millionen US-Dollar Verlust im Vorjahreszeitraum. Dazu trugen allerdings auch Kosten für eine Umstrukturierung bei, die das Unternehmen langfristig profitabler machen sollen.

Es ist jedoch wahrscheinlich, dass Ballard Power Systems im Oktober erneut rote Zahlen melden und auch im Gesamtjahr 2016 einen Verlust erwirtschaften wird. Das könnte den Aktienkurs belasten. Weitere Kurszuwächse sind wohl nur möglich, wenn die Brennstoffzellenspezialistin wieder Gewinne erwirtschaftet. Ob das im kommenden Geschäftsjahr möglich ist, könnte die Unternehmensführung bei der nächsten Vorlage von Geschäftszahlen bekannt geben. Bis dahin sollten langfristig ausgerichtete Investoren, die Kursschwächen aussitzen können, die Umweltaktie Ballard Power Systems halten. Anderen Anlegern empfehlen wir den Verkauf der Beteiligung, um die hohen Kursgewinne zu Geld zu machen.

Ballard Power Systems Inc.: ISIN CA0585861085 / WKN A0RENB
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