Steico AG: Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2008

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Die STEICO AG (ISIN DE000A0LR936) hat im Geschäftsjahr 2008 nach vorläufigen Berechnungen Umsatzerlöse in Höhe von 103,2 Millionen Euro (Vorjahr 97,2 Millionen Euro) erzielt. Aufgrund des veränderten Marktumfeldes sowie umfangreichen Restrukturierungsaufwendungen war jedoch eine deutliche Belastung der Ergebnisse nicht zu vermeiden. Das in 2008 umgesetzte Kostensenkungs- und Restrukturierungsprogramm zeigt aber bereits erhebliche positive Effekte und bildet die Grundlage für eine angestrebte Erholung in 2009. Die STEICO Gruppe setzte ihre Investitionstätigkeit in 2008 fort und investierte vor allem in Projekte zur Steigerung der Effizienz und Rentabilität. Dennoch verfügt STEICO weiterhin über eine hohe Liquidität von rund 17 Mio. EUR und eine Eigenkapitalquote von etwa zwei Dritteln des Gesamtkapitals.

Ausgewählte Kennzahlen im Überblick

2008 (in Mio. 2007 (in Mio. EUR) EUR) Umsatzerlöse 103,2 97,1 Gesamtleistung 106,0 101,9 EBITDA 1,5 13,7 EBIT -6,8 6,7 Ergebnis der gewöhnlichen -7,7 5,9 Geschäftstätigkeit Konzernjahresfehlbetrag -9,4 1,2

Ergebnisentwicklung

Trotz eines schwierigeren Marktumfeldes, Restrukturierungskosten und Einmaleffekten kann die STEICO Gruppe noch ein positives operatives Ergebnis (EBITDA) ausweisen.

In der ersten Jahreshälfte 2008 führte die Verschlechterung der konjunkturelle Lage zu einer abwartenden Haltung auf den Absatzmärkten und in der Folge zu einem Überangebot mit hohem Preisdruck. Dadurch wurden auch die Umsatzentwicklung und die Margen der STEICO Gruppe belastet. Zusätzlich setzten Währungsschwankungen des polnischen Zlotys die Ergebnisse stark unter Druck. STEICO begegnete dieser Entwicklung mit einem umfassenden Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramm in der zweiten Jahreshälfte. Hiermit verbunden waren planmäßige Restrukturierungskosten aber auch Einmaleffekte, insbesondere bei der polnischen Tochter STEICO S.A. So mussten Lagerbestände abgewertet werden, da die Herstellkosten aufgrund der Erfolge des Restrukturierungsprogramms dauerhaft gesunken sind. Weiterhin kam es hier zu Inventurdifferenzen, die auf einen Fehler bei der buchhalterischen Behandlung von Vorräten zurückzuführen sind. Darüber hinaus verursachte die Akquisition der Produktionsgesellschaft Casteljaloux SAS in Frankreich zusätzliche Integrationskosten. Des Weiteren wurde das EBITDA belastet durch die Bildung einer nicht liquiditätswirksamen Rückstellung in Höhe von 2,8 Millionen Euro für drohende Verluste aus Devisentermingeschäften. Die STEICO AG hatte im November 2008 einen Teil ihres Einkaufsvolumens von der polnischen Tochtergesellschaft STEICO S.A. für das Jahr 2009 abgesichert, um die Kalkulationsbasis zu festigen. Die Effekte von Währungsschwankungen werden damit deutlich gemindert. Seitdem hat der polnische Zloty jedoch weiter an Wert verloren. Bereinigt um diese Rückstellung beträgt die EBITDA-Marge ca. 4,1 Prozent der Gesamtleistung.

Der Rückgang des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist auch eine Folge der gestiegenen Abschreibungen aufgrund der hohen Investitionstätigkeit der vergangenen Jahre. Künftige Investitionen sollen vorwiegend die Effizienz verbessern und damit die Rentabilität steigern.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beinhaltet ein negatives Finanzergebnis in Höhe von rund 0,8 Mio. EUR, das vorwiegend durch Zinszahlungen für bestehende Darlehen der polnischen Tochtergesellschaft STEICO S.A. geprägt ist.

Steuerzahlungen der STEICO AG in Höhe von etwa 1,7 Mio. EUR tragen zu einem Konzernverlust in Höhe von rund 9,4 Mio. EUR bei.

Effekte des Restrukturierungsprogramms und Perspektiven

Bereits zum Ende des Jahres 2008 zeigte das durchgeführte Kostensenkungs- und Restrukturierungsprogramm erhebliche positive Effekte. So wurden Schlüsselpositionen im Konzern neu besetzt, der Einkaufsbereich der polnischen Tochtergesellschaft erfolgreich umstrukturiert und die Effizienz der Produktion sowohl in Polen wie auch in Frankreich weiter gesteigert. So konnte die Kostenstruktur deutlich verbessert werden. Zusätzlich hat die STEICO Gruppe begonnen, den Vertrieb weiter auszubauen, um eine noch intensivere Betreuung der Märkte zu gewährleisten.

Das Umfeld für ökologische Bauprodukte und Dämmstoffe bietet weiterhin attraktive Perspektiven. Neben den langfristigen Energiespareffekten beleben auch zahlreiche staatliche Förderprogramme die Nachfrage. Obwohl aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise im Jahr 2009 mit weiteren Herausforderungen zu rechnen ist, erwartet der Vorstand eine positive Entwicklung der STEICO Gruppe. Angestrebt werden ein erneut steigender Umsatz und ein ausgeglichenes Ergebnis. Diese Prognose wird trotz des harten Winters und der fortschreitende Wirtschaftskrise durch die Geschäftsentwicklung der ersten Monate des Jahres 2009 gestützt.

Von einer künftigen Erholung der Konjunktur dürfte die STEICO Gruppe als europäische Marktführerin bei Holzfaser-Dämmstoffen besonders profitieren. STEICO verfügt heute über eine effiziente Kostenstruktur, einen modernen Anlagenpark mit zukunftsorientierten Kapazitäten sowie über eine europaweite, erfolgsorientierte Vertriebsorganisation. Darüber hinaus gestattet die positive Liquiditätssituation weitreichende unternehmerische Handlungsfreiheiten. Trotz des schwierigen Umfeldes hat STEICO so die Grundlagen geschaffen, um mittelfristig wieder an die gewohnte Ertragsstärke anzuknüpfen und das weitere Wachstum zu sichern.

Unternehmensprofil:

Die STEICO Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt ökologische Bauprodukte aus nachwachsenden Rohstoffen. STEICO ist europäischer Marktführer im Segment der Holzfaser-Dämmstoffe mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent.

STEICO ist als Systemanbieter für den ökologischen Holzbau positioniert. Zum Sortiment des Unternehmens zählen Holzfaser-Dämmstoffe, Produkte auf Hanf-Basis, Stegträger als konstruktive Bauelemente und Furnierschichtholz als Handelsware. Die Herstellung von Hartfaserplatten (Natural Fiber Boards, NFB) rundet die branchenweit einmalige Fertigungstiefe und Sortimentsvielfalt ab. Die Produkte des Münchener Unternehmens finden beim Hausbau und in der Sanierung von Dach, Wand, Decke, Boden und Fassade erfolgreich Verwendung.

STEICO Produkte ermöglichen den Bau zukunftssicherer, gesunder Gebäude mit besonders hoher Wohnqualität. So schützen STEICO Produkte zuverlässig vor Kälte, Hitze sowie Lärm und verbessern dauerhaft die Energieeffizienz der Gebäude.

Kontakt:
Andreas Schulze STEICO Aktiengesellschaft
Hans-Riedl-Strasse 21
85622 Feldkirchen
Fon: +49-(0)89-99 15 51-48
Fax: +49-(0)89-99 15 51-97
E-Mail: a.schulze@steico.com
www.steico.com
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