23.01.13 Fonds / ETF

Steuertricks als Ausschlusskriterium für nachhaltige Investments

Zahlreiche Weltkonzerne nutzen juristische Schlupflöcher, um möglichst viele Steuern zu sparen. Unter anderem die IT- und Telekommunikationsriesen Google und Apple aus den USA sowie Vodafone aus London sind wegen solcher Geschäftspraktiken wiederholt öffentlich kritisiert worden. Nachhaltig orientierte Investoren und Nachhaltigkeitsanalysten haben diese Geschäftspolitik mittlerweile als unethisch auf die Liste der Negativkriterien für die Auswahl von Investments aufgenommen.

Die Analysten der Nachhaltigkeits-Indexreihe FTSE4Good aus Großbritannien haben „aggressive Steuervermeidungsstrategien“ in den Katalog ihrer Ausschlusskriterien aufgenommen. Das erklärte ein Sprecher der FTSE-Gruppe gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Die FTSE-Gruppe ist ein international operierender Finanzdienstleister, der auf Nachhaltigkeitsindices spezialisiert ist. Das Londoner Unternehmen ist eine Tochter der Londoner Börse. Es wurde 1985 gegründet und zählt zu den Pionieren unter den Providern nachhaltiger Indices. Die prominentesten Produkte des Hauses, der FTSE 4 Good Global 100 und der FTSE 4 Good Europe 50 wurden 2001 aufgelegt. Sie sind Richtschnur und Fundus zahlreicher nachhaltiger Finanzprodukte.
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