22.04.10

Sto AG: Zahlen für das Geschäftsjahr 2009

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet. Die presserechtliche Verantwortlichkeit liegt bei dem meldenden Unternehmen.

* Sto-Konzernumsatz geht 2009 um 2,3 % auf 924,6 Mio. EUR zurück
* Starkes Inlands- und schwaches Auslandsgeschäft
* Operatives Ergebnis EBIT mit 82,3 Mio. EUR um 1,1 % unter Vorjahr
* Ausschüttungsvorschlag: Unveränderte Dividende und gleichbleibender Bonus
* Ausblick 2010: Leichter Anstieg beim Konzernumsatz und rückläufiges Ergebnis erwartet

Der Geschäftsverlauf der Sto AG, einer der führenden Hersteller von Wärmedämm-Verbundsystemen, war im abgelaufenen Geschäftsjahr von der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise beeinträchtigt: Der Konzernumsatz ging 2009 um 2,3 % auf 924,6 Mio. EUR zurück (Vorjahr: 946,7 Mio. EUR).

Damit fiel der Umsatzrückgang allerdings kleiner aus als ursprünglich befürchtet. Einer der Gründe dafür war das positive Geschäft mit Wärmedämm-Verbundsystemen in den Ländern, in denen ein hohes Umweltbewusstsein herrscht und der Einsatz dieser Produkte durch Konjunktur- bzw. Emissionsminderungsprogramme finanziell gefördert wird. Außerdem war die im vierten Quartal übliche Geschäftsberuhigung infolge der milden Witterung 2009 weniger stark als in den Vorjahren. Darüber hinaus entwickelten sich wichtige Währungen zwischen Oktober und Dezember zugunsten von Sto, sodass auch die umrechnungsbedingten Umsatzverluste mit 6,3 Mio. EUR niedriger als prognostiziert ausfielen.

Als Stütze erwies sich 2009 vor allem das Inlandsgeschäft, das um 4,5 % auf 450,6 Mio. EUR (Vorjahr: 431,1 Mio. EUR) gesteigert werden konnte. Positiv entwickelte sich der Absatz auch in Frankreich, der Schweiz, Österreich und Italien. Dem standen allerdings konjunkturbedingte Einbrüche in den USA, Großbritannien, Spanien sowie Nord- und Osteuropa gegenüber, sodass der Auslandsumsatz per saldo um 8,1 % auf 474,0 Mio. EUR nachgab (Vorjahr: 515,6 Mio. EUR). Der Anteil des internationalen Geschäfts am Konzernumsatz betrug 51,3 % nach 54,5 % im Vorjahr.

Das höher als geplante Geschäftsvolumen war Basis für eine annähernd stabile operative Ertragsentwicklung. Hinzu kam, dass Sto unter dem Eindruck der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise Anfang 2009 weitere Kostensenkungsmaßnahmen einleitete und konsequent umsetzte. Insgesamt ging das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern EBIT um 1,1 % auf 82,3 Mio. EUR zurück (Vorjahr: 83,2 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern EBT nahm aufgrund eines besseren Finanzergebnisses um 3,3 % auf 78,9 Mio. EUR zu (Vorjahr: 76,4 Mio. EUR). Der Konzernjahresüberschuss verbesserte sich infolge einer niedrigeren Steuerquote um 7,3 % auf 55,6 Mio. EUR (Vorjahr: 51,8 Mio. EUR).

Auch die Finanzlage des Sto-Konzerns entwickelte sich 2009 zufriedenstellend. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 29,4 % auf 113,2 Mio. EUR; der Bestand an liquiden Mittel nahm per 31.12.2009 um 36,9 Mio. EUR auf 106,7 Mio. EUR zu und übertraf die Finanzverbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 53,0 % auf 56,4 %.

Auf Basis der soliden Ertrags- und Finanzlage schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der ordentlichen Hauptversammlung am 15. Juni 2010 eine unveränderte Gewinnausschüttung vor. Demnach erhalten die Sto-Aktionäre wiederum eine Dividende von 0,31 EUR je Vorzugsaktie und von 0,25 EUR je Stammaktie. Hinzu kommt ein gleichbleibender Bonus von 2,06 EUR je Aktie.

Konzernweit investierte Sto 2009 insgesamt 20,3 Mio. EUR nach 21,2 Mio. EUR im Vorjahr. Die bedeutendsten Investitionsprojekte waren der Bau des Dämmstoffwerks in Lauingen und die Fertigstellung des dritten chinesischen Produktionswerks in Wuhan.

Die Zahl der Mitarbeiter blieb im Vorjahresvergleich annähernd stabil: Ende Dezember 2009 waren im Sto-Konzern insgesamt 4.145 Mitarbeiter beschäftigt nach 4.155 ein Jahr zuvor, was einem leichten Rückgang um 0,2 % entsprach. Dabei nahm die Zahl der Beschäftigten innerhalb und außerhalb Deutschlands in etwa gleichem Maße ab: Im Ausland waren zum Stichtag 1.832 Arbeitnehmer für Sto tätig nach 1.838 am Vorjahresstichtag, die Zahl der Inlandsmitarbeiter verringerte sich von 2.317 auf 2.313 Personen.

Ausblick 2010
Im Geschäftsjahr 2010 rechnet die Sto AG beim Konzernumsatz mit einem Zuwachs um rund 2 % auf etwa 946 Mio. EUR, womit wieder das Niveau des Geschäftsjahres 2008 vor der weltweiten Wirtschaftskrise erreicht würde. Unterstützung dürfte im laufenden Jahr erneut vor allem von den deutschsprachigen Ländern und Frankreich ausgehen. In Nord- und Osteuropa wird mit einer etwa stabilen Entwicklung gerechnet, während in Nordamerika von einem anhaltenden Rückgang auszugehen ist.

Ungeachtet der Umsatzerhöhung wird Sto beim Konzern-EBIT das 2009er-Niveau aus heutiger Sicht nicht erreichen. Dies liegt insbesondere in überproportional zum Geschäftsvolumen steigenden Material- und Personalkosten begründet. Darüber hinaus ist von einem weiter zunehmenden Preisdruck auszugehen. Die Steigerung bei den Personalaufwendungen resultiert aus dem Ausbau der Konzernbelegschaft, mit dem Sto den Personalstand in einzelnen Ländern an das mittelfristig erwartete höhere Umsatzvolumen anpasst. Zum Teil werden dabei Maßnahmen nachgeholt, die 2009 mit Blick auf die Wirtschaftskrise unterblieben waren.

Die Sto AG ist als Technologieführer einer der international bedeutendsten und innovativsten Hersteller von Produkten und Systemen für Gebäudebeschichtungen. Der Konzernumsatz 2009 betrug rund 925 Millionen Euro. Führend ist das Unternehmen im Geschäftsfeld Wärmedämm-Verbundsysteme. Zum Kernsortiment gehören außerdem hochwertige Fassadenelemente sowie Putze und Farben, die sowohl für den Außenbereich als auch für das Innere von Gebäuden angeboten werden. Weitere Schwerpunkte sind die Bereiche Betoninstandsetzung/Bodenbeschichtungen, Akustik- und vorgehängte Fassadensysteme.

Ansprechpartner:
Hans-Dieter Schumacher - Sto AG, Tel.: 07744/571241, Fax: 07744/572368
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