24.06.10 Erneuerbare Energie

Studie hält Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien bis 2050 für möglich

Wie sich bis zum Jahr 2050 eine Vollversorgung mit erneuerbaren Quellen in Deutschland erreichen lässt, zeigt eine neue Studie des Forschungsverbunds Erneuerbare Energien (FVEE). Der Sprecher des FVEE, Prof. Dr. Vladimir Dyakonov, hat das Papier Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen überreicht.

Mit der Studie zeigen die Wissenschaftler, dass mit den entsprechenden Forschungsanstrengungen und den fördernden politischen Rahmenbedingungen eine Vollversorgung auf der Grundlage von erneuerbaren Energien bis Mitte des Jahrhunderts möglich ist. Die Kosten für das nachhaltige Energiesystem liegen langfristig unter denen von herkömmlichen Alternativen. In den kommenden Jahrzehnten fallen zwar zunächst erhöhte Investitions- und Entwicklungskosten an, diese werden jedoch langfristig vor allem durch eingesparte Kosten bei Energieträgern deutlich überkompensiert.

Die gesamte Palette der Erneuerbaren hat laut Studie ein Potenzial, das um ein Vielfaches höher ist als der durch umfangreiche Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung deutlich gesenkte Gesamtenergiebedarf. Die Vielfalt der Erneuerbaren in Verbindung mit Speichertechnologien gewährleiste dabei, dass die Versorgung jederzeit sichergestellt werden kann. Dazu müsse auch der Stromverbrauch über intelligente Stromnetze stärker an das jeweilige Angebot von Wind und Sonne angepasst werden. Für die Überbrückung längerer Phasen mit geringem Angebot erneuerbarer Energien könne in Zeiten mit hohem Angebot der Strom aus Wind und Sonne in chemischen Energieträgern gespeichert und bei Bedarf ins Netz zurückgespeist werden.



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