23.11.11 Erneuerbare Energie

Studie: Investitionen in Erneuerbare steigen trotz Krise weiter stark an

Die weltweiten Investitionen in Erneuerbare Energien werden in den nächsten 20 Jahren sukzessive ansteigen. Das prognostiziert zumindest eine aktuelle Studie der Bloomberg New Energy Finance (BNEF).

Allein in den kommenden neun Jahren bis 2020 wird sich der Studie zufolge die Investitionssumme im Vergleich zum Stand von 2010 auf 395 Milliarden Dollar verdoppeln.  In der folgenden Dekade werde das Wachstum lediglich 14 Prozent betragen und die weltweit getätigten Erneuerbare-Energien-Investitionen auf 460 Milliarden Dollar ansteigen.

Laut des Global Energy Outlook von BNEF bleibt Europa bis 2014 die Region, in der am meisten in Erneuerbare Energien investiert wird. Danach jedoch werde in keinem Staat Europas jährlich mehr als 50 Milliarden Dollar in regenerative Energietechnologie investiert und China übernehme die globale Führungsrolle.

Die in diesem Zusammenhang bis 2030 am schnellsten wachsenden Erneuerbare-Energie-Technologien sollen Offshore-Windkraft und Solarenergie sein. Die Studienautoren gehen davon aus, dass sich die Gesamtkosten für Photovoltaik im Vergleich zu 2010 um 75 Prozent verringern werden. 55 Prozent dieses Kostenverfalls soll allein bis 2020 stattfinden. Das trägt der Studie zufolge dazu bei, dass  die Leistungskapazität der weltweit betriebenen Solaranlagen von 51 Gigawatt (GW) in 2010 auf 1.137 GW in 2030 ansteigt. Um dies tatsächlich erreichen zu können, sind allerdings bis 2030 jährlich Investitionen von 130 Milliarden Dollar in Photovoltaikprojekte notwendig, so BNEF.

Das schnellste Wachstum sieht der Report im Bereich Windkraft. Insgesamt werde das Investitionsvolumen in On- und Offshore-Windkraftprojekte von 86 Milliarden Dollar 2010 auf 140 Milliarden in 2020 und 206 Milliarden Dollar in 2030 anwachsen. Die Investitionen in die Technologiesparten Bioenergie- und Waste-To-Energy-Technologie soll sich bis 2020 von 14 auf 80 Millarden Dollar weltweit vervielfachen, dann aber auf diesem Niveau stagnieren, so die Analyse.

Anders als die Internationale Energie Agentur (IEA) gehen die Analysten von BNEF davon aus, dass 19 Prozent des weltweiten Strombedarfs in 2030 durch den Verbund aus Sonnen- Wind- und Bioenergie gedeckt wird. Die IEA geht einer eigenen Studie zufolge davon aus, dass die Deckung des weltweiten Strombedarfs bis 2030 nur zu knapp 13 Prozent durch diese Erneuerbare-Energie-Troika gedeckt werden wird.

Der aktuellen Krise zum Trotz werde 2010 als Rekordjahr für Investitionen in Neue Energien kein Einzelfall bleiben“, kommentierte Guy Turner, einer der BNEF-Chefanalysten, das Ergebnis des Reports.    
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