Mit Hinweisen halten Unternehmen dazu an, Schutzkleidung zu tragen. Firmen, die dazu verbindliche Standards und ein funktionierendes System etabliert haben, sind beim Risikomanagement im Vorteil. / Foto: Fotolia

11.06.15 Fonds / ETF

Studie: Nachhaltige Unternehmensführung kann sich auszahlen

Unternehmen, die auf ethisch einwandfreie Unternehmensführung setzen, schützen sich effektiv vor Reputationsrisiken. Firmen die eine so genannte Corporate-Social-Responsibilitiy-(CSR)-Strategie verfolgen stehen oft besser da, als solche die sich anderweitig für soziale Belange oder die Umwelt engagieren.

Das sind zentrale Ergebnisse einer aktuellen Studie, die die beiden Informationsdienstleister RepRisk AG aus Zürich und CSRHub aus New York vorgelegt haben. Wenn es darum geht, die Erfolge von ethisch-ökologischen Nachhaltigkeitsstrategien in der Wirtschaft zu messen, wird es schwierig. „Unsere Studie ist ein Schritt nach vorn auf dem Weg zu zeigen, dass es zwischen Nachhaltigkeit und operativen Ergebnissen von Unternehmen eine Verbindung gibt“, sagt Alexandra Mihailescu Cichon, Head of Business Development at RepRisk. Der Report stütze die Idee, dass Nachhaltigkeitsprogramme Unternehmen helfen, einen guten Ruf in der öffentlichen Wahrnehmung aufrecht zu erhalten.

Der Studie lagen Daten zu 4.000 Unternehmen rund um die Welt zugrunde. Die Hälfte davon veröffentlichen nach Angaben der Studienautoren selbst zahlreiche Daten zur eigenen ethisch-ökologischen Nachhaltigkeit. Unternehmen, die ihre Unternehmensführung nach ethischen und sozialen Kriterien ausrichten - etwa durch verbindliche Arbeitsschutz- und Sozialstandards für Zulieferer – minimieren ihr Reputationsrisiko effektiver, als solche die sich zum Beispiel durch soziales oder ökologisches Sponsoring engagieren.

Aus den Ergebnissen ziehen die Studienautoren den Schluss, dass die Risikomanager von Unternehmen bei der Erarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategien und –programme involviert werden sollten.

Datenbanken als Werkzeuge für Investoren

Die RepRisk AG aus Zürich führt eine Datenbank in der Medienberichte, Gerichtsurteile, Studien, Kritik von Nichtregierungsorganisationen und auch Stellungnahmen von Verbänden gebündelt werden, um daraus Reputationsrisiken abzuleiten. Die Daternbank erfasst inzwischen mehr als 50.000 Unternehmen weltweit. Aus der Datenbank leitet RepRisk den RepRisk-Index (RRI) ab. Der RRI wertet die Berichte nach sozialen, ethischen und ökologischen Kriterien aus und weist den Unternehmen entsprechende Punktzahlen zu. Je höher die Punktzahl, desto mehr Kontroversen und damit auch höheres Reputationsrisiken. In diesem  Kurzportrait (Link entfernt)  erfahren Sie mehr über RepRisk.

CSRHub aus New York führt eine ebenfalls weltweite Datenbank zu den CSR-Strategien aus 135 verschiedenen Industrien in 129 Ländern. CSR Hub  bündelt nach eigenen Angaben die Daten von neun Nachhaltigkeitsratingagenturen. Beide Datenbanken sind Werkzeuge, der Finanzbranche helfen sollen, Investmententscheidungen zu treffen.
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