Wer nachhaltig investieren will, investiert meistens in Aktien(fonds). / Foto: Pixabay

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Studie: Nachhaltigkeitsfonds sind aktienlastig

"Sehr aktienlastig" - so lautet das Ergebnis einer Analyse zu nachhaltigen Fonds. Die Fondsratingagentur Morningstar hat festgestellt, dass die sogenannten ESG-Fonds stark auf Aktien setzen. ESG steht für Umwelt, Soziales und nachhaltige Unternehmensführung - also ökologisch und ethisch ausgerichtete Fonds.

Morningstar hatte zum Jahresanfang 2018 untersucht, wie die Mittel von Investoren angelegt werden. Demnach fließt ein Großteil der Anlegergelder in Aktien. Das ist grundsätzlich nicht schlecht. Es kann aber bei genauer Analyse der Kundeninteressen zu einem Problem für Anlageberater werden.

Denn Aktienanlagen gehören in die Kategorie Risikoinvestment - und viele Ratsuchende wollen eben Risiken bei der Geldanlage vermeiden. Die Aktienlastigkeit ist ferner auch Ausdruck mangelnder Alternativen. Sogenannte Green Bonds (grüne Anleihen) haben sich am Markt noch nicht durchgesetzt. Und auch bei alternativen Angeboten für nachhaltige Fonds sieht es derzeit eher mager aus.

Aktienprodukte machen 58 Prozent des nachhaltigen Fondsmarktes aus

Ende Januar 2018 waren rund 260 Milliarden Euro auf dem europäischen Markt in aktiv oder passiv verwaltete Aktienfonds mit ESG-Mandat investiert. Das entspricht einem Marktanteil von 58 Prozent des nachhaltigen Fondsmarkts in Europa. Demgegenüber liegt der Marktanteil von Aktienfonds bei knapp 44 Prozent am gesamten europäischen Fondsmarkt.

Rund 24 Prozent des ESG-Fondsvermögens sind in grüne Rentenfonds investiert. Das ist im Vergleich zu konventionellen Anleihenfonds in Europa deutlich weniger. Hier liegt der Anteil am Markt bei 30 Prozent.
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