Solarprojekt der Conergy AG in Italien. / Quelle: Unternehmen

  Erneuerbare Energie, Anleihen / AIF

Studie prognostiziert für 2011 Photovoltaikboom in Italien

Der Photovoltaikmarkt Italiens hat im letzten Quartal des vergangenen Jahres gehörig Fahrt aufgenommen. Dies geht aus einer aktuellen Studie des US-Marktforschungsinstituts iSuppli hervor. Demnach steuert der Photovoltaikzubau in Italien in 2011 auf eine Verdopplung zu. Getrieben wird diese Entwicklung den Analysten zufolge durch Investorengelder, die aus der gesamten Welt in den italienischen Solarmarkt fließen.



Allein im Quartalsvergleich der letzten beiden Abschnitte 2010 verdoppelte sich die installierte Photovoltaikleistung Italiens von 487 (MW) auf 1,9 Gigawatt (GW). Verglichen mit dem Stand des vierten Quartals 2009 beträgt die Steigerung sogar 239 Prozent.



Unter anderem weil die Solarstromeinspeisetarife in Frankreich, Spanien und auch der tschechischen Republik in der zweiten Jahreshälfte teils stark gekappt worden seien, habe Italien als Photovoltaikstandort im vierten Quartal 2010 wieder stark an Attraktivität gewonnen. Die Investoren seien im Begriff dem tschechischen Markt und auch dem deutschen Markt den Rücken zu kehren und sich verstärkt Italien zuzuwenden, so die Analysten mit Sitz in El Segundo im US-Bundesstaat Kalifornien.



Der Photovoltaikzubau in Italien werde in den ersten Wochen des neuen Jahres zwar nochmal zurückgehen, im Anschluss daran  werde der Markt einen neuen Boom erleben, prognostizierte isuppli-Photovoltaik-Chefanalyst Dr. Henning Wicht. Eine Zubaurate von 1 GW pro Quartal sei dann denkbar.



Das größte Risiko für dieses Szenario stelle die italienische Regierung dar, so der Analyst weiter. Es sei möglich, dass der Staat die Einspeisevergütung schneller kappe als erwartet. Bislang geht isuppli davon aus, dass eine weitere Kappung der Tarife aus technischen und bürokratischen Gründen kaum vor dem dritten Quartal 2011 realisiert wird. Zusätzliche Schwierigkeiten könne allerdings der Ausbau der Stromnetze im Süden Italiens machen.

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