02.02.13 Finanzdienstleister

Studie schätzt nachhaltige Tourismusanbieter als „interessante Anlagemöglichkeit“ ein

Die Tourismusbranche ist mittlerweile für rund fünf Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Das geht aus einer aktuellen Studie der Bank Sarasin aus Basel hervor. Sie bezieht sich auf Angaben der UN-Welttourismusorganisation (UNWTO), wonach sich die durch den Tourismus verursachten CO2-Emissionen hauptsächlich auf Luftverkehr (39 Prozent), Autoverkehr (32 Prozent) sowie auf Unterkunft und Verpflegung (20 Prozent) verteilen. Insgesamt seien also rund 70 Prozent der Klimabelastung dem Personentransport zuzuschreiben. Im Gastronomiebereich fielen die größten Umweltbelastungen bei den Lieferanten an.

Die Bank Sarasin weist darauf hin, dass Reisende insbesondere mit der Wahl des Verkehrsmittels, der Reisedistanz und der Auswahl des Reiseziels ihre CO2-Bilanz beeinflussen. Umweltgerechte Hotels würden massive Einsparungen beim Ressourcenverbrauch verzeichnen. Aus diesem Grund seien nachhaltige Tourismusanbieter nicht nur für Konsumenten reizvoll, sondern auch für nachhaltige Investoren. Denn Reiseunternehmen, die ein Nachhaltigkeitsprogramm verfolgen, würden doppelt profitieren: Sie verzeichnen laut der Studie nicht nur überdurchschnittliches Wachstum und mehr Stammgäste als konventionelle Anbieter. Sie sparen dank des verringerten Ressourcenverbrauchs auch massiv an Kosten. Das Nachhaltigkeitsresearch der Bank Sarasin stuft daher nachhaltige Tourismusanbieter wie Kuoni, Accor oder Whitbread als „interessante Anlagemöglichkeit“ ein.

Die Experten der Bank weisen darauf hin, dass es anerkannte Labels erleichtern, umweltfreundliche Reiseangebote zu erkennen und ökologische, soziale und kulturelle Belastungen zu berücksichtigen. Zu den aussagekräftigsten Labels gehören nach ihrer Einschätzung "The Green Key", "EarthCheck", "Green Globe" und "CSR Tourism". Bei vielen Reiseveranstaltern könne der Konsument zudem die durch seine Flugreise erzeugten Treibhausgase mit einem Beitrag an ein Klimaschutzprojekt kompensieren. Ein solcher Kompensationsanbieter sei etwa die deutsche Klimaschutzorganisation www.atmosfair.de.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x