18.09.09 Erneuerbare Energie

Studie sieht weltweiten Solarmarkt im Umbruch - 40 Prozent der Firmen bald insolvent oder übernommen?

Dem weltweiten Solarmarkt steht eine drastische Konsolidierung bevor. 40 Prozent der Solarzellen- und –modulhersteller wird es 2015 nicht mehr geben. Das prognostiziert die Münchener Unternehmensberatung goetzpartners. Die Experten haben die Finanzkennzahlen von 100 Unternehmen sowie Marktdaten analysiert und auf 2015 hochgerechnet.

77 Prozent der Konsolidierungsopfer werden nach der Prognose durch Akquisitionen vom Markt verschwinden. 23 Prozent droht bereits in den nächsten fünf Jahren die Zahlungsunfähigkeit. Gewinner werden die derzeitigen Marktführer der Branche sein, die Top 10 ihren Marktanteil von 44 auf 57 Prozent steigern. "Langfristige Gewinner kaufen in dieser Phase zu und bauen ihre strategischen und finanziellen Stärken weiter aus. Schwach aufgestellte Unternehmen haben keine Überlebenschance", sagt Günther Schermer, der als Partner bei goetzpartners für die Studie verantwortlich zeichnet.

Profiteure der Entwicklung dürften der Studie zufolge die Unternehmen sein, die ihre bereits heute starke strategische oder finanzielle Position konsequent zur Entwicklung weiterer Wettbewerbsvorteile nutzen und den Konsolidierungsprozess aktiv betreiben. Viele Unternehmen, die stark auf Wachstum ausgerichtet waren, seien im jetzigen schwierigen Marktumfeld mit Überkapazitäten und zunehmendem Preisdruck nicht mehr in der Lage, ihre hohen Finanzierungskosten zu tragen. "Die Solarzellen- und -modulhersteller leiden neben dem schwierigen Energiemarktumfeld auch kapitalmarktseitig unter hohen Abschlägen in den Multiples und einer fundamental nicht zu erklärenden Wertlücke", so Michael Sanktjohanser, Managing Director bei goetzpartners.

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