22.06.10 Fonds / ETF

Studie: Versicherer setzen trotz Schwächen auf Flaggschiffe der Fondsbranche

Fonds in fondsgebundenen Versicherungen weisen deutliche Schwächen auf. Das geht aus einer aktuellen Studie der Feri EuroRating Services AG hervor, in der das Fondsangebot von 60 Versicherungen mit mehr als 90 Prozent Marktanteil bei Fondspolicen untersucht wurde. Die Feri-Experten stellten fest, dass von den 2994 angebotenen Fonds nur jedes vierte Produkt ein Top-Rating A oder B hat, also mittelfristig eine stabile überdurchschnittliche Wertentwicklung bei relativ niedrigem Risiko vorweisen kann.


Laut der Analyse setzen die Versicherer auf bekannte Flaggschifffonds der Branche wie den Fidelity European Growth Fund oder den DWS Vermögensbildungsfonds, die demnach jedoch teilweise mit Performanceproblemen zu kämpfen haben. Auch nutzen viele die Möglichkeit, ihre eigenen Fonds in den Policen unterzubringen. Allerdings bewerten die Autoren der Studie die Fondsqualität der Eigenfonds gegenüber Fremdprodukten als schlechter.


Eine Spitzenposition im Rating sei nicht gleichbedeutend mit einer guten Performance, betont André Härtel von der Feri EuroRating Services AG. Negativ aufgefallen sei in diesem Zusammenhang der auf Rang 2 platzierte Templeton Growth Fund. Er könne seit Längerem nicht mehr an die Performanceerfolge zurückliegender Jahre anknüpfen. Die Konsequenz: Das Feri-Fondsrating, bewertet den Fonds nur noch mit einem D-Rating als „unterdurchschnittlich“.


Mit dem Pioneer Funds Global Ecology hat es lediglich ein Nachhaltigkeitsfonds in die Top 15 des Feri-Ratings geschafft. Exakt ein Drittel der Befragten Versicherungsgesellschaften gab an, auf den Fonds zu setzen. Zum Bilanzstichtag 30. April verwaltete der Pioneer Funds Global Ecology nach Angaben der Feri EuroRating Services AG ein Fondsvolumen von 1,02 Milliarden Euro.
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