15.05.16 Erneuerbare Energie

Südzucker errichtet 10 Megawatt Power-to-Heat-Anlage

Der Regelenergiemarkt ist besonders für energieintensive Unternehmen interessant. Ihre Möglichkeiten des Energiemanagements liegen bislang vor allem in der eigenen Energieproduktion durch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK). Andere Technologien wie zum Beispiel Power-to-Heat, mit denen aus überschüssigem Strom Wärme erzeugt wird, finden in deutschen Industrieunternehmen bislang wenig Einsatz. Dabei seien Power-to-Heat-Anlagen für energieintensive Unternehmen angesichts der steigenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ein technisch und wirtschaftlich aussichtsreicher Schritt in die Energiezukunft, stellt Tobias Assmann fest, Geschäftsführer von Enerstorage. Hürden, die vor allem aus der Belastung durch Nebenkosten und Umlagen resultierten, würden in den nächsten fünf bis zehn Jahren abgebaut. Das verlange allein schon die Netzinfrastruktur. „Davon profitieren Unternehmen mit Power-to-Heat. Sie erhöhen nicht nur den Anteil erneuerbarer Energien an ihrem Wärmeverbrauch, sondern verfügen über große Flexibilitätspotenziale, die sie am Regelenergiemarkt anbieten können“, so Assmann.

Enerstorage ist Contractingpartner der Südzucker AG, die eine 10 Megawatt Power-to-Heat-Anlage errichtet. Auch für die Südzucker AG sind diese Zusatzerlöse entscheidend gewesen, die sie aus der Vermarktung ihrer neuen 10 Megawatt Power-to-Heat-Anlage am Regelenergiemarkt erzielen können. „Mit der neuen Power-to-Heat-Anlage verstärken wir unsere Aktivitäten im Regelenergiemarkt“, sagt Dr. Markus Lorenz, Werkleiter Zeitz bei Südzucker. Weil die Anlage direkt in das Dampfnetz des Verbundstandortes eingebunden ist und die produzierte Wärme jederzeit abgenommen werden kann, ist die Anlage damit ideal geeignet, Regelleistung zu erbringen. Als einer der weltweit größten Zuckerproduzenten und einer der größten Nahrungsmittelkonzerne in Deutschland hat Südzucker einen ganzjährig großen Wärmebedarf, der künftig stärker mit Überschussstrom gedeckt wird. Erneuerbar erzeugter Strom ersetzt hierbei fossile Rohstoffe wie Kohle, Gas und Heizöl.

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