SunEdison betreibt in den USA vor allem Photovoltaikanlagen. / Foto: Unternehmen

11.12.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

SunEdison macht Kasse mit großen Solarkraftwerken

Gleich zwei große Geschäftserfolge meldet die US-amerikanische SunEdison. Der Ökostromriese hat nach eigenen Angaben zum einen zwei große Solarparks im US-Bundesstaat Maine veräußert. Den Kaufpreis beziffert er mit 209 Millionen Dollar. Es handelt sich demnach um die Solarparks Bingham und Oakfield mit 185 bzw. 148 Megawatt (MW) Leistungskapazität. SunEdison habe mit dem Käufer die Option verabredet, die beiden Projekte nach fünf Jahren zurückkaufen zu können.

Der Ökostromriese war zuletzt in Schwierigkeiten geraten, weil er in äußerst kurzer Zeit extrem viele Projekte eingekauft und damit einen hohen Schuldenberg angehäuft hatte. Sorgen um einen drohenden Liquiditätsengpass hatten zum einen die Aktie von SunEdison auf Talfahrt geschickt, zum anderen die Unternehmensführung dazu gezwungen, auf die Kostenbremse zu treten. Das ist wohl auch der Hintergrund des vielleicht nur vorübergehenden Verkaufs der beiden Großprojekte in Maine.

Käufer der Solarkraftwerke ist mit Terra Nova Renewable Partners ein Unternehmen, mit dem SunEdison eng verbunden ist. Erst im September 2015 wurde dieses Partnerunternehmen gemeinsam mit Institutionellen Investoren gegründet, die durch J.P. Morgan Asset Management - Global Real Assets vertreten werden. Die Übernahme der Photovoltaikprojekte aus Main ist die erste Transaktion der Partner.

Ferner erhielt SunEdison aus Kanada einen Großauftrag aus Kanada. Das Unternehmen soll Speichersysteme liefern, mit denen der Energieversorger der provinz Ontario Schwankungen beim Angebot von Wind- und Solarstrom auffangen will. Finanzielle Details dazu gab SunEdison nicht bekannt. Die Installation der Speichersysteme soll im ersten Halbjahr 2017 erfolgen.

SunEdison Inc.: ISIN US86732Y1091 / WKN A1WZU6
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