Solarpark von SunPower. / Quelle: Unternehmen

29.07.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

SunPower legt schwache Zahlen vor und erhöht Prognose

Trotz einer schwachen Zwischenbilanz für das zweite Quarta 2015 hat der kalifornische Solarkonzern SunPower offenbar neues Vertrauen an der Börse gewonnen. Dessen Aktie legte heute bis 12 Uhr in Frankfurt fast vier Prozent auf 23,50 Euro zu. An der Nasdaq erhielt der Anteilsschein ebenfalls deutlichen Auftrieb. Auf Jahressicht notiert der Anteilsschein aber immer noch fast 20 Prozent im Minus, nachdem die Bekanntgabe eines Fehlbetrags im ersten Quartal einen Kursrutsch ausgelöst hatte.

Immerhin: Das Unternehmen kehrte den Angaben zufolge im zweiten Quartal 2015 in die Gewinnzone zurück. Nachdem im ersten Quartal noch ein ein Nettoverlust von 9,6 Millionen Dollar beziehungsweise sieben Dollarcents je Aktie angefallen war, verzeichnete SunPower für das zweite Quartal 2015 einen Nettogewinn von 6,5 Millionen Dollar beziehungsweise. vier Dollarcents je Aktie. Doch im zweiten Quartal 2014 hatte Sunpower noch 14,1 Millionen Dollar bzw. neun Dollarcents als Nettogewinn verbucht. Zudem ist der Quartalsumsatz erneut geschrumpft, zum dritten Mal in Folge. Der Rückgang auf 381 Millionen Dollar fiel dabei im zweiten Quartal 2015 mit 39 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum so hoch aus wie seit dem vierten Quartal im Krisenjahr 2011 nicht mehr.
Das erste Halbjahr 2015 beendete SunPower Inc. mit 821,9 Millionen Dollar Umsatz und knapp drei Millionen Dollar Nettoverlust beziehungsweise 0,02 Dollar Verlust je Aktie. Gemessen an der Vorjahreshälfte ist das ein Umsatzrückgang um 31,5 Prozent. Für 2014 hatte der Konzern aus San José noch knapp 1,2 Milliarden Dollar Umsatz ausgewiesen. Und in für die ersten sechs Monate 2014 hatte SunPower noch 79,1 Millionen Dollar Nettogewinn verbucht.

Doch offenbar hatten die Börsianer eine schlechtere Entwicklung erwartet, nachdem Firmenchef Tom Werner im Frühjahr aufgrund der Ausgliederung von großen Solarprojekten in ein Gemeinschaftsunternehmen mit First Solar eine Phase des Übergangs angekündigt hatte. Dieses gemeinsame YieldCo mit dem Namen 8point3 Energy Partners war im zweiten Quartal gegründet und mit Erfolg an die Börse gebracht worden. Es kam aber in diesem Zusammenhang für SunPower zu Verschiebungen von Einnahmen.

Tom Werner blickte denoch bei der Präsentation der Zahlen zufrieden auf die vergangenen Monate zurück. Es sei dem Konzern insgesamt gelungen, seine Projekt-Pipeline deutlich auszubauen, im Heimatmarkt und im Ausland. Deren Finanzvolumen bezifferte er mit nunmehr einer Millairde Dollar. Durch die YieldCo sichere sich SunPower nicht nur für die Zukunft einen stabilen Mittelzufluss aus Einnahmen aus dem Betrieb von Soalrparks durch das Gemeinschaftsunternehmen. Durch die Auslagerung von Projekten verbessere sich auch die Kapitalstruktur des Unternehmens, was sich künftig positov beim Ergebnis niederschalgen werde.

Für das dritte Quartal stellte der Präsident und Chief Executive Officer (CEO) einen Umsatz von 400 Millionen bis 450 Millionen Dollar in Aussicht, Ein Ergebnis vor Steuern, Zinsenund Abschreibungen (EBITDA) von 0 bis 15 Millionen Dollar und die Installtion von neuer Solarstromleistung im Umfang von 300 bis 330 Megawatt (MW). Für das Gesamtjahr strebt die Unternehmensführung 2,4 bis 2,6 Millairden Dollar Umsatz an, einen Gewinn je Aktie von 1,5 bis 1,8 Dollar sowie die Neuinstalltion von insgesamt 1,25 bis 1,3 GW. Die Prognose für das EBITDA im Gesamtjahr erhöhte Tom Werner von 400 Millionen bis 450 Millionen Dollar auf 425 Millionen bis 475 Millionen Dollar. In 2016 soll im Vergleich das EBITDA um weitere 20 Prozent ansteigen.

SunPower Corp: ISIN US8676524064 / WKN A1JNM7
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