Sunrun-Dachsolaranlage: Das Unternehmen konnte im dritten Quartal deutlich mehr PV-Anlagen installieren als im Vorjahr. / Foto: Sunrun

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Sunrun meldet Umsatzsprung – Solaraktie im Minus

Einen Umsatzsprung für das dritte Quartal 2016 meldet der US-Dachsolaranlagen-Spezialist Sunrun Inc. – trotz eines generellen Nachfrageeinbruchs nach Solaranlagen auf Hausdächern in den USA. Das Unternehmen aus San Francisco steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um mehr als ein Drittel. Auch der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal.


Sunrun ist einer der Dachsolaranlagenprojektierer, die ihre Sonnenstromkraftwerke vor allem US-Privathaushalten im Komplettpaket samt Finanzierung anbieten. Das heißt, Sunrun geht mit Planung und Bau und Betriebsleitung in Vorleistung und lässt sich dies über lang laufende Leasingverträge von den Kunden abbezahlen. Knackpunkt an dem Geschäftsmodell sind die hohen Kosten. Allerdings konnte Sunrun die Gestehungskosten im dritten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahresquartal um zehn Prozent pro Watt senken: Sie lagen bei 3,37 US-Dollar im Vergleich zu ​​3,75 US-Dollar im dritten Quartal 2015.

Sunrun erziehlt höhere Einkünfte aus Leasing-Verträgen

Sunrun steigerte den Quartalsumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent oder 29,4 Millionen auf 112 Millionen US-Dollar. Die Einkünfte aus laufenden Leasingverträgen lagen um ebenfalls um 36 Prozent höher als im dritten Quartal 2015. Auch die neu installierte Solarstromleistung lag mit 80 Megawatt (MW) um 40 Prozent höher als zum Ende des dritten Quartals 2015. Die gesamten betrieblichen Aufwendungen betrugen 163,1 Millionen, ein Anstieg von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn sank im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 um 15,7 Millionen auf 16,9 Millionen US-Dollar. Im Vorjahresquartal hatte Sunrun allerdings noch Verluste in Höhe von 27,7 Millionen verbucht.

Im 4. Quartal erwartet das Unternehmen eine Bereitstellung von ca. 80 MW an Solaranlagen. Für das Gesamtjahr 2016 hebt Sunrun die Bereitstellungsprognose von 270 bis 280 MW auf rund 285 MW an.

Wie andere Solaraktien auch war die Aktie von Sunrun nach dem Wahlsieg von Donald Trump unter Druck geraten. Denn unter seiner Präsidentschaft ist kaum mit einer Unterstützung der Erneuerbaren Energien zu rechnen. Bei Sunrun hielten sich die Kursverluste seit Mittwoch zwar in Grenzen. Mit 7,3 Dollar notiert die Solaraktie der Kalifornier aber an der US-Börse Nasdaq rund 35 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Sunrun Inc.: ISIN US86771W1053 / WKN A14V1T
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