02.09.08 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Suzlon Energy Ltd hat das Sagen bei REpower – Verhandlungen über Beherrschungsvertrag

Der indische Windanlagenbauer Suzlon Energy Ltd strebt einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Hamburger REpower Systems AG an. Suzlon hält nach Übernahme der REpower-Anteile des portugiesischen Energiekonzerns Martifer (ECOreporter.de berichtete) fast 90 Prozent der Aktien des TecDAX-Unternehmens. Wie REpower meldet, hat Suzlon-Chef Tulsi R. Tanti den REpower-Vorstand aufgefordert, mit der Bochumer SE Drive Technik GmbH („SEDT“) Verhandlungen über einen Beherrschungsvertrag aufzunehmen. Die SEDT ist eine Konzerngesellschaft der Suzlon-Gruppe. Sie kontrolliert als Mehrheitsaktionärin zirka 89,7 Prozent der Stimmrechte von REpower.

Durch einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag werde die Leitung der REpower Systems AG dem Mehrheitsaktionär Suzlon unterstellt, heißt es weiter. Im Gegenzug erhielten außenstehende Aktionäre eine jährlich wiederkehrende Ausgleichszahlung. Sie hätten zudem das Recht, ihre Aktien gegen eine im Vertrag bestimmte, angemessene Abfindung an den Großaktionär zu verkaufen. Über die Angemessenheit von Ausgleichszahlung oder Abfindung werde ein gerichtlich bestellter Vertragsprüfer schriftlich berichten.
Wenn es zu einem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag kommt, muss diesem vom REpower-Aufsichtsrat und Hauptversammlung zugestimmt werden.

Die REpower-Aktie verlor in Frankfurt am Morgen 4,85 Prozent auf zuletzt 225,99 Euro (10:09 Uhr). Ihr historischer Höchststand lag bei 242,50 Euro (19. Mai 2008). Vor einem Jahr wurden 111,60 Euro für die Anteilscheine notiert, vor zwei Jahren 51,50 Euro.

REpower Systems AG: ISIN DE0006177033 / WKN 617703
Suzlon Energy Limited: ISIN INE040H01013

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