Teakbäume der THI AG in Costa Rica im Alter von zehn Jahren / Foto: Unternehmen

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Teakholz International AG ringt um weitere Finanzierung

Das auf Tropenholz spezialisierte Forstunternehmen Teakholz International AG kämpft weiter für das wirtschaftliche Überleben. Aktuell seien Verhandlungen mit allen Gläubigern über ein vorrübergehendes Stillhalteabkommen aufgenommen, teilte die Führung des Unternehmens aus Wien mit. Außerdem prüfe der Vorstand die laufenden Gespräche mit neuen Investoren, deren Geld die Weiterführung von Teakholz International nach einer Restrukturierung ermöglichen sollen. Zudem seien die Verantwortlichen weiter dabei, Angebote für den Verkauf der Plantagen des Unternehmens in Costa Rica einzuholen.
Morgen, Mittwoch, 11. Februar, findet eine außerordentliche Hauptversammlung statt. Dort sollen die Aktionäre über diesen Verkauf abstimmen. Der THI-Vorstand beteuerte zwar im Vorfeld der morgigen Versammlung auch nach Alternativen zum Plantagenverkauf zu suchen. In der Einladung war der Komplettverkauf des gesamten Waldbestands in Costa Rica jedoch explizit als mögliches Szenario aufgeführt gewesen.
Allerdings geht der Vorstand aktuell davon aus, „dass die Maßnahmen zur Erlangung weiterer Finanzierungen zeitgerecht  positiv abgeschlossen werden sowie bisher bestehende Finanzierungen weiterhin verlängert werden können.“
Die finanzielle Lage der THI ist zum einen angespannt, weil eine Anleihe im Gegenwert von 15,6 Millionen Euro im August 2015 zur Rückzahlung fällig wird. Zum anderen gab THI bereits Mitte Dezember 2014 bekannt, dass die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt sei. Außerdem erschütterte ein Skandal um Fehler bei Inventur der Baumbestände in Costa Rica das Unternehmen (ECOreporter.de  berichtete).

Teak Holz International AG: ISIN AT0TEAKHOLZ8 / WKN A0MMG7
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